Flugauto

Tyrannos fährt und fliegt

Das US-Unternehmen Logi Aerospace hat ein Auto entwickelt, das auch fliegen kann. Es ist im Rahmen eines von der Darpa ausgeschriebenen Forschungsprojekts entstanden. Es soll nicht nur für das Militär vermarktet werden.

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Flugauto: Tyrannos fährt und fliegt

Im Januar hatte die Defense Advanced Research Projects Agency (Darpa) ein Forschungsprojekt ausgeschrieben, in dessen Rahmen ein flugfähiges Auto entwickelt werden sollte. Das US-Unternehmen Logi Aerospace hat ein Konzept vorgelegt, wie ein solches Flugauto aussehen könnte.

Fliegendes SUV

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Tyrannos heißt das von Logi zusammen mit Trek Aerospace, Zap Electric Vehicles und dem im texanischen San Antonio ansässigen Southwest Research Institute entworfene Gefährt. Es ist in etwa so groß wie eine Geländelimousine, ein sogenanntes Sport Utility Vehicle (SUV), und bietet Platz für vier Insassen. Angetrieben wird es - wie von der Darpa vorgegeben - auf dem Boden von einem Hybridmotor. Seine Akkus ermöglichen knapp 75 km vollelektrischer Fahrt.

  • Tyrannos ist ein flugfähiges Auto, ... (Bild: Logi Aerospace)
  • ...das für das US-Militär gedacht ist. (Bild: Logi Aerospace)
  • Mit seinen verstellbaren Propellern... (Bild: Logi Aerospace)
  • ... kann Tyrannos senkrecht starten. (Bild: Logi Aerospace)
  • Tyrannos zu fliegen sei so einfach, wie ihn zu fahren, verspricht Logi. (Bild: Logi Aerospace)
  • Laut Hersteller sollen Zivilisten damit Staus überfliegen können. (Bild: Logi Aerospace)
  • Die Navigation in der Luft soll ähnlich einfach sein wie die auf dem Boden. (Bild: Logi Aerospace)
Tyrannos ist ein flugfähiges Auto, ... (Bild: Logi Aerospace)

Fährt das Auto, werden die beiden Flügel nach hinten weggeklappt. Soll es sich in die Luft erheben, etwa um einem Hindernis auf der Straße oder einer Sprengfalle auszuweichen, werden die Flügel ausgeklappt. Als Antrieb dienen dann vier Propeller. Zwei sitzen an den Flügelspitzen, einer zwischen den beiden Heckleitwerken und der vierte dort, wo sich bei einem Auto normalerweise der Motor befindet. Dieser ist fest waagerecht eingebaut, die anderen drei können geschwenkt werden. Das ermöglicht es dem Fahrzeug, schnell senkrecht zu starten. Die Fähigkeit zum Senkrechtstart hatte die Darpa zur Bedingung gemacht.

Fliegen wie Fahren

In der Luft soll sich Tyrannos ähnlich steuern lassen wie auf der Straße. Zur Orientierung bekommt der Fahrer einen Weg in die Windschutzscheibe eingeblendet: eine Abfolge von virtuellen Toren, die er durchfliegen muss - fast wie in einem Computerspiel. Die Handhabung sei ganz einfach, verspricht der Hersteller. Jeder, der auf der Straße ein Auto fahren könne, könne auch den Tyrannos steuern, sagt Logi-Chef Larry Ortega.

Der Tyrannos soll in Leichtbauweise gefertigt werden, weshalb er nur 810 kg wiegen soll. Das Höchstgewicht für einen Senkrechtstart liegt laut Logi bei 1.360 kg. Auf dem Boden soll das Auto immerhin eine Höchstgeschwindigkeit von gut 166 km/h erreichen, in der Luft sind es 386 km/h. Die Reisegeschwindigkeit soll nur etwa 250 km/h betragen. Im Flug soll sich das Gefährt etwa 300 m über dem Boden bewegen. Die größte Höhe, zu der es aufsteigen kann, beträgt knapp 4.300 m.

Militärisch und zivil einsetzbar

Nach Vorstellung der Entwickler ist Tyrannos für das US-Militär und dabei in erster Linie für die Marine gedacht. Möglich sei auch ein ziviler Einsatz - dann werde Tyrannos zu einem Vehikel, das den modernen Lebensstil verändere. In der Stadt zu arbeiten und auf dem Lande zu leben sei dann kein Problem mehr. Die knapp 160 km von Los Angeles nach Santa Barbara ließen sich damit in 35 Minuten bewältigen, schwärmt Logi.

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Pazifist 15. Sep 2010

Dann kann das Gerät seinem Namen gerecht werden. Hoffen wir mal, dass die USA pleite...

JKS 10. Sep 2010

Ich glaube kaum, dass sich die Propeller drehen, wenn das Ding als Auto unterwegs ist...

Bernd Brincken 10. Jul 2010

.. denn mit den Akkus an Bord geht die Rechnung für die Flug- und Fahrleistungen, die...

Jurastudent 07. Jul 2010

Nämlich an dem Tag, wo das dem TÜV vorgelegt wird und die dort vor lauter Lachen ersticken.

pcmkr 06. Jul 2010

In der Luft gibt es aber keine Bäume am Straßenrand. Und keine Kinder die plötzlich...



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