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iTunes: Accounts gehackt und Download-Charts manipuliert

Zahlreiche Accounts von Kunden des iTunes-Stores sind von Dritten übernommen worden. Sie haben dann zeitweise Anwendungen eines bestimmten Entwicklers gekauft, vor allem E-Books. US-Blogs berichten von unberechtigten Einkäufen über mehrere hundert Dollar.
/ Nico Ernst
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Das Blog The next Web verfolgt(öffnet im neuen Fenster) die seltsamen Vorgänge in Apples Onlineladen seit dem vergangenen Wochenende. In der ersten Welle der Account-Übernahmen und Einkäufe sollen 42 der 50 meistgekauften E-Books von einem Entwickler namens Thuat Nguyen gestammt haben. Dessen Angebote sind inzwischen aus dem Angebot von iTunes verschwunden.

Auch bei MacRumours beklagen(öffnet im neuen Fenster) Kunden Einkäufe über mehrere hundert US-Dollar, die sie nicht selbst getätigt haben. Im weiteren Verlauf meldeten sich auch Anwender aus anderen Ländern als den USA.

Wie viele Accounts betroffen sind und ob es sich um eine technische Sicherheitslücke handelt, ist zurzeit noch nicht bekannt. Auch großen US-Medien liegt noch keine Stellungnahme von Apple vor. Am vergangenen Wochenende und auch am heutigen Montag begehen die USA ihren Nationalfeiertag zum 4. Juli.

The next Web hatte schon früher berichtet(öffnet im neuen Fenster) , dass es im US-Angebot des iTunes-Stores ganze "App Farms" mit zum Teil recht nutzlosen Anwendungen geben soll, die nur dem Zweck von manipulierten Einkäufen dienen. Deren Entwickler oder Helfershelfer sollen immer wieder fremde Accounts übernehmen, um dann damit die eigenen Apps zu kaufen.

Ob das immer erfolgreich ist, sei dahingestellt: Apple hat schon in der Vergangenheit die Auszahlung von Profiten an Entwickler von umstrittenen Anwendungen verweigert.


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