Benutzerfreundlichkeit: iPad und Kindle gegen den PC und das Buch
Beim Test(öffnet im neuen Fenster) trat eine Gruppe von 32 Personen an, die eine Kurzgeschichte von Ernest Hemingway auf den jeweiligen Geräten und dem gedruckten Buch lasen. Im Schnitt benötigten sie dafür rund 17 Minuten. Ein kurzer Verständnistest schloss jeden Durchgang ab, so dass sichergestellt werden konnte, dass die Geschichte auch wirklich gelesen und verstanden wurde.
Auf dem iPad von Apple lasen die Probanden etwas langsamer als im gedruckten Buch (6,2 Prozent langsamer). Hier wurde die iBook-Anwendung eingesetzt. Beim Kindle 2 war die Lesezeit 10,7 Prozent langsamer. Statistisch signifikant(öffnet im neuen Fenster) ist der Unterschied zwischen den beiden Geräten nach Angaben der Studienautoren jedoch nicht.
Das gedruckte Buch wurde in diesem Text von den Tablets in puncto Lesegeschwindigkeit nicht geschlagen.
Die Probanden wurden auch noch gefragt, mit welchem Gerät sie am zufriedensten waren. Auf einer aufsteigenden Skala von 1 bis 7 beurteilten sie das gedruckte Buch mit 5,6 und das iPad mit 5,8. Das Kindle 2 erreichte 5,7, während der PC weit abgeschlagen auf 3,6 lag.
Kritisiert wurden das Gewicht des iPads und die grauen Buchstaben auf grauem Grund beim Kindle. Die Benutzung des Buches wurde entspannender empfunden als die elektronischer Geräte. Der PC erhielt einen Malus, weil er die Nutzer an die Büroarbeit erinnerte.
Insgesamt zieht Nielsen ein positives Resümee(öffnet im neuen Fenster) für die Tablets und E-Books, die sogar leicht höhere Zufriedenheitswerte erreichen als das klassische Buch. Höher auflösende Displays könnten die Lesefreundlichkeit noch verbessern, schätzt der Usability-Experte.



