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Lebensmittelverkauf: Steaks und Bier von Amazon Deutschland

Essen und Trinken von Amazon Deutschland: Der Onlinehändler startet heute seine neue Produktgattung Lebensmittel. Ab 20 Euro werden Steaks und Limonade versandkostenfrei nach Hause gebracht. Doch nur zehn Prozent der Waren kommen wirklich von Amazon.de.
/ Achim Sawall
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Amazon beginnt in Deutschland mit dem Verkauf von Lebensmitteln(öffnet im neuen Fenster) . Ins Angebot kommen 35.000 Produkte in 25 Kategorien, von Fleisch und Fisch über Früchte, Gemüse, Süßigkeiten und Saucen bis hin zu Marmelade, Brot, Wein, Kaffee und Tee. Amazon bietet aber nur nicht verderbliche Lebensmittel selbst an. Alle frischen Produkte werden von externen Händlern bei Amazon gelistet. Damit kommen nur zehn Prozent des Angebots von Amazon Deutschland selbst, der US-Konzern setzt auf circa 60 externe Partner. Einzelne Lebensmittel von anderen Händlern hatte Amazon auch schon früher im Sortiment.

Amazon verkauft Lebensmittel – Demo
Amazon verkauft Lebensmittel – Demo (02:28)

In den USA bietet Amazon den Grocery Store seit Sommer 2006 an. Die Produktgattung decke dort 300.000 Artikel ab, sagt Amazon-Sprecherin Christine Höger. "Das Angebot entspricht ungefähr dem, was wir auch in Deutschland anbieten. Darüber hinaus gibt es in den USA seit August 2007 noch Amazon Fresh, ein Pilotprojekt, das auf den Raum Seattle begrenzt ist. Hier deckt Amazon die gesamte Lieferkette selbst ab." Der Kunde kann hier ein Zeitfenster für die Lieferung wählen, das sich auf eine Stunde beschränken lässt. Eine Ausweitung von Amazon Fresh auf Deutschland ist nicht geplant. Höger: "Wir müssen erst Erfahrungen sammeln."

Mit der spektakulären Pleite des Lebensmittelhändlers Webvan.com im Jahr 2001, der zu der Zeit Amazon.com gehörte, wurde ein Milliardenverlust gemacht. "Wir haben in den letzten Jahren sehr viel gelernt" , kommentierte Höger.

In Deutschland gab es bisher noch keine Versuche von Amazon, selbst Lebensmittel zu verkaufen, sagte Höger. "Wir haben hier noch nie einen Lebensmittelverkauf gestartet." Lediglich Geschenkkörbe von externen Anbietern waren früher einmal im Angebot.

Gängigere Lebensmittel wie Coca Cola finden sich noch nicht bei Amazon.de. Red Bull gibt es nur zuckerfrei. Zwei Charolais-Entrecôte-Steaks à 300 Gramm kosten 32,94 Euro. Bier gibt es zu handelsüblichen Preisen, aber nur hierzulande relativ unbekannte, ausländische Produkte.

Die Waren werden von Amazon ab 20 Euro portofrei verschickt und können mit anderen Produktgattungen kombiniert werden. Den Anbietern bleibe es freigestellt, welche Versandkosten sie verlangen, sagte Höger. Amazon-Partner Froodies liefert in der Anfangsphase alles versandkostenfrei.


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