Ein Produkt pro Tag: Amazon kauft Woot

Amazon und Woot haben eine sich überschneidende Produktpalette. Computer und Unterhaltungselektronik, aber auch Weine, Kinderspielzeug sowie Kleidung gehen bei Woot über den Ladentisch. In einer veröffentlichten E-Mail(öffnet im neuen Fenster) an die Mitarbeiter des Unternehmens teilte Chef und Gründer Matt Rutledge mit, dass das Unternehmen weiter in Texas als unabhängiges Tochterunternehmen von Amazon operieren wird.
Entlassungen oder andere Änderungen soll es nicht geben, versicherte Rutledge. Das Geschäftsmodell von Woot ist darauf aufgebaut, einen Kaufdruck durch das zeitlich und mengenmäßig beschränkte Angebot aufzubauen. So wird der Restbestand nicht in Zahlen angezeigt. Es wird lediglich eine Animation eingeblendet, wenn er zur Neige geht. Dazu kommen pauschale Versandkosten, die zu Spontankäufen anregen sollen.
Eine lockere Umgangssprache, ein häufig spottender Unterton, Wundertüten, Wettbewerbe und eine intensive Nutzerkommunikation sollen bei Woot für eine starke Kundenbindung und ein auffälliges Image sorgen. Dennoch gibt es neben Woot zahlreiche Konkurrenzplattformen auch aus Deutschland, die auf ähnliche Konzepte setzen.
Wie viel Amazon(öffnet im neuen Fenster) für Woot(öffnet im neuen Fenster) bezahlt, wurde nicht veröffentlicht.
Am ersten Tag nach der Übernahme verkauft Woot den E-Book-Reader Kindle zum Preis von 149,99 US-Dollar zuzüglich 5 US-Dollar Versandkosten. Bei Amazon kostet das Gerät 189 US-Dollar.



