Nicht nur Sparc: Sun wollte angeblich auch x86-Prozessoren bauen
In einem Blogeintrag(öffnet im neuen Fenster) berichtet die New York Times über die gescheiterten Chip-Pläne von Sun. Die Zeitung beruft sich dabei auf namentlich nicht genannte Quellen bei Oracle. Demnach war die Übernahme von Montalvo Systems Anfang 2008 nicht für die eigenen RISC-Prozessoren gedacht. Montalvo machte kurz zuvor von sich reden, weil dort einige namhafte Chipentwickler angeblich ein neues Many-Core-Design entwarfen, das x86-kompatibel sein sollte. Weder Montalvo noch Sun bestätigten das.
Den Quellen der New York Times zufolge war jedoch genau das geplant, und zwar um Intel Konkurrenz bei Server-CPUs mit vielen Kernen zu machen. Intel selbst verfolgt seit Jahren mit Forschungschips ähnliche Pläne, der aktuelle "Singlechip Cloud Computer" (SCC) mit 48 einfachen x86-Kernen wird derzeit an Entwickler ausgeliefert.
Die Entwicklung ähnlicher Prozessoren bei Sun soll inzwischen eingestellt worden sein. Das gilt auch für die letzten RISC-Prozessoren von Sun, die unter anderem unter den Codenamen Rock und Rainbow Falls angekündigt worden waren. Anfang 2007 hatte Sun nach langer Abstinenz vom Chipgeschäft angekündigt, wieder eigene Prozessoren bauen zu wollen. Bis auf die Niagara-Serie, die als UltraSPARC T2 auf den Markt kam, erreichten viele der Projekte aber nicht mehr als den Prototypenstatus.



