Britische Spielebranche

Streit nach Absage an Steuererleichterungen

Premierminister David Cameron senkt nun die Steuern für Spieleentwickler doch nicht. Weil er den Staatshaushalt sanieren möchte? Oder auf Druck eines bislang nicht genannten Publishers? In der britischen Spielebranche tobt ein heftiger Streit um den angeblichen Verrat.

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Die britische Spielebranche schien schon fast am Ziel: Sowohl die Labour-Partei als auch die Konservativen hatten vor den Wahlen Anfang Mai 2010 - nach denen David Cameron als neuer Premierminister feststand - Steuererleichterungen für Entwickler zugesagt. Ähnlich wie in der Filmbranche sollten in den ersten beiden Jahren rund 90 Millionen Pfund (rund 108 Millionen Euro) an Subventionen zusammenkommen. Doch daraus wurde nichts: Schatzkanzler George Osborne hat den Steuererleichterungen Ende Mai 2010 überraschend eine Absage erteilt - die britische Regierung will sparen, so seine Begründung.

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Seitdem tobt in der britischen Spielebranche ein Streit. Auslöser sind Gerüchte, denen zufolge nicht etwa der Sparwille der Regierung die Subventionen verhindert habe, sondern ein großer ausländischer Publisher. Er habe durch das Lobbying erfolgreich verhindert, dass seine Entwickler einen Wettbewerbsnachteil gegenüber ihren englischen Kollegen erleiden.

Um welchen Publisher es sich handelt, darüber darf spekuliert werden. Microsoft, Electronic Arts, Take 2 und Activision aus den USA beispielsweise arbeiten wie Square Enix und Sega aus Japan eng mit Partnern in Großbritannien zusammen - der eine mehr, der andere etwas weniger. Einen klaren Kandidaten gibt es nicht.

Besonders empört gibt sich Charles Cecil, einer der Gründer und Chefs des Entwicklerstudios Revolution Software aus York. "Das Wort 'Sabotage' ist übertrieben - aber es gibt keinen Zweifel, dass das Lobbying denen in der Regierung Munition geliefert hat, die gegen die Initiative waren, und diejenigen frustriert hat, die für die Initiative waren", sagte Cecil dem britischen Branchendienst Gamesindustry.biz.

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