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Offmaps

OpenStreetMap auf dem iPhone und dem iPad

Mit der Offmaps-App können Besitzer eines iPhones oder iPads das kostenlose Kartenmaterial von OpenStreetMap (OSM) herunterladen - und auch ohne Netzverbindung unterwegs nutzen.

Artikel veröffentlicht am ,
Offmaps: OpenStreetMap auf dem iPhone und dem iPad

Wer eine Kartenanwendung sucht, die OpenStreetMap-Daten herunterlädt und auf Apples Mobilplattform bereitstellt, findet in Offmaps von Felix Lamouroux eine passende App.

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Prinzipiell funktioniert Offmaps wie Google Maps: Bei Bedarf werden die Kartendaten heruntergeladen. Allerdings speichert Offmaps die Daten anders als Google Maps dauerhaft auf dem jeweiligen Gerät. Wer will, kann auch im Voraus ganze Areale herunterladen. Etwas nervig sind die Downloadlimits: Wer per Mobilfunk online ist, darf in einem Rutsch nur 10 MByte herunterladen und muss dann erneut einen Kartenteil auswählen. Damit sollen die Mobilfunknetze geschont werden. Per WLAN erhöht sich das auf 150 MByte.

Downloadlimits stören bei großen Städten

150 MByte reichen aber nicht aus, um Metropolen in einem Rutsch herunterzuladen, deshalb muss das in mehreren Schritten erledigt werden. Immerhin können viele Städte in einem Paket heruntergeladen werden. Über die Downloadfunktion in der Länderübersicht kann beispielsweise Madrid, trotz des 220 MByte großen Downloads, als Basiskarte komplett heruntergeladen werden.

Ein ganzes Land lässt sich meist nicht herunterladen - so viele Daten passen nicht auf ein iPhone. Bei ganz kleinen Ländern wie dem Fürstentum Liechtenstein könnte es trotzdem klappen. In näherer Zukunft will Lamouroux am Downloadverfahren von Offmaps arbeiten, um die Daten zu verkleinern, die heruntergeladen werden müssen.

Offmaps ist eine gute Ergänzung, aber kein Ersatz für die iPhone-Apps Google Maps und Bing Maps. Denn die Genauigkeit der Daten hängt davon ab, wie aktiv die OSM-Community im jeweiligen Bereich ist. In Deutschland und in anderen EU-Ländern ist das Material in Ballungsgebieten von hoher Qualität. Ob Amsterdam, Barcelona, Kopenhagen, London oder Paris: Es lohnt sich, die Karten herunterzuladen. Im ländlichen Bereich sind die Karten meist immerhin akzeptabel.

Doch in Entwicklungs- und Schwellenländern sieht das anders aus. Hier gibt es zwar Hilfe von der OSM-Community Hilfe, die aber nicht ausreicht. Wer etwa in Afrika Urlaub plant, braucht etwas Glück, um ausreichende Daten zu finden.

Gemischte Ergebnisse hatten wir bei der Ortsbestimmung. Sie funktionierte im Ausland, wenn Datenroaming deaktiviert war, nur selten, weil kurzes Bestimmen der Position dann nicht reicht. Mit Datenverbindung kann dank aGPS-Empfang die Ortsbestimmung mit Hilfe von Mobilfunktürmen im Idealfall nur wenige Sekunden dauern. Ausschließlich per GPS kann sie wiederum bis zu 5 Minuten dauern. Bei unseren Auslandsaufenthalten wechselte Offmaps in London und Barcelona dann auf die letzte bekannte Position in Deutschland und verwirrte damit den Nutzer.

Für Offmaps verlangt Lamouroux 1,59 Euro. Der Autor pflegt seine Anwendung regelmäßig. Wer Offmaps schon in frühen iPhone-Zeiten gekauft hat, bekam die iPad-Version später kostenlos dazu.

Geld verdient der Autor zudem an einzelnen Städtepaketen (Guides). Zwei davon gibt es pro Gerät kostenlos. Sie erlauben es, das Material offline zu durchsuchen und die Navigation durch den Guide. Drei zusätzliche Guides gibt es im Paket für 79 Cent. Alternativ kann auch eine Guide-Flatrate für knapp 7 Euro erworben werden. Notwendig sind die Guides, die ebenfalls auf OpenStreetMap-Material basieren, nicht. Wir sind immer gut ohne sie ausgekommen.

Der Werkzeugkasten von Golem.de ist eine Sammlung kleiner Hilfsprogramme, die die Redaktion einsetzt. Vielleicht gibt es Alternativen, die ein Problem besser lösen? Wir freuen uns über Rückmeldungen und Tipps zu vergleichbaren Werkzeugen - auch für andere Betriebssysteme - im Forum.



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