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Stromnetz: Smart Grid wird drahtlos

In Kalifornien hat ein regionaler Energieversorger ein Smart Grid in einigen abgelegenen Bezirken im Gebirge eingerichtet. Verbrauchsdaten sowie Steuerbefehle für die Anlagen werden drahtlos übertragen – über ehemalige Fernsehfrequenzen. Mit an dem Projekt beteiligt ist Google.
/ Werner Pluta
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Mehrere ländliche Bezirke im Osten des US-Bundesstaates haben ein Smart Grid bekommen. Es ist nach Angaben der Betreiber das erste drahtlose Smart Grid in den USA. Die Daten werden über ehemalige Fernsehfrequenzen übertragen, die durch die Umstellung auf digitales Fernsehen frei geworden sind.

Empfang im Wald

Vorteil dieser Frequenzen seien ihre guten Ausbreitungseigenschaften. So seien sie nicht auf eine Sichtverbindung angewiesen und durchdrängen mühelos Blattwerk, erklärt Plumas-Sierra Rural Electric Cooperative & Telecommunications (PSRC). Zudem sind Reichweite und Datendurchsatz größer als bei WLAN.

PSRC will über das Smart Grid sein Netz steuern und Anlagen wie Trafostationen aus der Ferne warten. Die Bewohner der Bezirke bekommen über die Fernsehfrequenzen zudem schnelles Internet. PSRC hat sie mit hochauflösenden Stromzählern, sogenannten Smart Metern, ausgestattet. Die Bewohner können über Googles Software Powermeter ihre Verbrauchsdaten beinahe in Echtzeit abrufen.

Gebirgsbezirke als Testumfeld

Die Counties Plumas, Lassen und Sierra eigneten sich sehr gut, um ein drahtloses Smart Grid über Fernsehfrequenzen zu testen, erklärt Lori Rice, Chief Operating Officer (COO) beim Energieversorger PSRC. Sie lägen in den Bergen der Sierra Nevada, wo eine Reihe technischer Schwierigkeiten bei der Funkabdeckung auftrete. Die Nutzung der freien Fernsehfrequenzen sei hier eine angemessene Alternative für die drahtlose Netzanbindung.

Nach einigen Querelen und Aufschüben hatten die US-Fernsehstationen im Juni 2009 auf digitale Übertragung umgestellt. Die frei gewordenen Frequenzen hatte die Regulierungsbehörde Federal Communications Commission schon vorher für Datenübertragung freigegeben, gerade um ländliche Gebiete mit schnellen Internetzugängen zu versorgen.

Neben dem Energieversorger PSRC sind an dem Projekt Google und Spectrum Bridge, ein Dienstleister für Funknetze, beteiligt.


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