iPhone 4: Berichte über verfärbte Displays und Funkschwächen
In verschiedenen Foren melden iPhone-4-Nutzer, dass es zum Teil Displayverfärbungen bei Apples neuem Smartphone gibt. Die sehr hochaufgelösten Displays sollen gelbliche bis bräunliche Verfärbungen aufweisen, wie etwa Macrumors zeigt(öffnet im neuen Fenster).
Qualitätsprobleme sind bei jedem Produkt normal, ob die berichteten Effekte im normalen Rahmen einer Neuvorstellung sind, ist derzeit unklar. Zumindest beeinträchtigen die Flecken nicht die Funktion des Displays. Das Problem erinnert an ein altes iMac-Phänomen. Apple hatte zur Jahreswende 2009/2010 Probleme mit gelbstichigen iMacs.

Das IPS-Panel des iPhone 4 stammt laut Cnet(öffnet im neuen Fenster) von LG Display. Der südkoreanische Konzern hatte bereits vor der iPhone-4-Vorstellung ein Display vorgestellt, das noch höhere Auflösungen erlaubt. Auf der Society for Information Display wurde ein 4-Zoll-Display mit 394 PPI (Pixel Per Inch) gezeigt. Das iPhone 4 hat eine Pixeldichte von 326 PPI.
Schlechter Empfang durch Abdeckung mit den Händen?
Von zahlreichen Nutzern wird außerdem berichtet, dass die Empfangsstärke durch das Umgreifen des Mobiltelefons maßgeblich beeinflusst wird. Schuld soll das Stahlband sein, das auch als Antenne fungiert. Die Berichte beschränken sich derzeit auf Nutzer des US-Mobilfunkanbieters AT&T.
Golem.de konnte mit seinem Testgerät die Problematik im Netz der Deutschen Telekom nicht nachvollziehen. Zwar geht mit viel Mühen tatsächlich ein Balken verloren, allerdings mussten wir dazu das iPhone 4 fast vollständig mit den Händen umhüllen – was keiner realistischen Nutzung entspricht. Fscklog(öffnet im neuen Fenster) war ebenfalls nicht in der Lage, das Antennenproblem im Telekom-Netz zu reproduzieren.
Die Aussagekraft dieser Handybalken ist ohnehin nicht besonders hoch. Es reicht beispielsweise, das iPhone mit Alufolie zu stören, um Probleme zu provozieren. Die Balken melden kein Problem, die Downloadgeschwindigkeit bricht allerdings deutlich ein. Eine Telefonverbindung kam trotz Alufolie zustande. Selbst komplett in Alufolie eingewickelt ließ sich das Telefon noch anrufen. Einen Verbindungsabbruch gab es in dem unrealistischen Szenario nicht.
Zudem ist es bei Mobilfunkgeräten normal, dass die Empfangsqualität sich je nach Situation ändert, etwa durch Aufklappen oder durch das Ausfahren der Antenne. Stören kann auch einfach der Kopf, wenn er sich im Funkweg befindet.
Auch der Ausbau des Netzes spielt eine Rolle. Ist die Abdeckung mit Mobilfunktürmen nicht besonders gut, können Störfaktoren größeren Einfluss auf das Gerät haben. Die AT&T-Infrastruktur gilt dabei nicht als vorbildlich.
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