Tobii Glasses: Mobiler Eyetracker für Marktforschung und Usability

Die Tobii-Brille sieht aus wie ein Gerät, das Bilder wiedergibt, dabei tut sie genau das Gegenteil: Sie erfasst, was ihr Träger sieht und zeichnet zudem noch auf, wohin der Mensch gerade guckt. Das ergibt dann ein Video mit 640 x 480 Pixeln im MJPEG-Format sowie proprietäre Daten für das Eyetracking. Beides wird in einem kleinen Gerät auf SD-Karten gespeichert, das die Testperson am Gürtel tragen kann.
Bis zu 70 Minuten zeichnen die Tobii Glasses auf, was der Mensch sieht und wohin sein Blick schweift. Wie der Hersteller in einem Werbevideo zeigt, ist das vor allem für die Marktforschung interessant – herhalten muss wieder einmal ein Regal mit Haushaltsartikeln in einem Supermarkt. Das auffälligste Logo, die knalligsten Farben können dort die Kaufentscheidung beeinflussen.

Mit anderen Produkten, unter anderem Eyetrackern als Aufsatz für PC-Monitore, bietet Tobii auch Geräte an, mit denen die Benutzerfreundlichkeit untersucht werden kann. Denkbar wäre für die Brille folglich auch ein Einsatz in einem Auto oder in anderen Alltagssituationen. Um dabei den von den Glasses aufgezeichneten Bereich einzugrenzen oder bestimmte Objekte besonders interessant zu machen, kann das System auch mit Infrarotsendern arbeiten. Diese "Marker" werden vom Eyetracker bevorzugt wahrgenommen.
Nötig sind sie jedoch nicht, was die Tobii Glasses von vielen anderen Lösungen für Bewegungserkennung unterscheidet. Das System soll bereits serienreif sein, einen Preis nannte das Unternehmen auch auf Anfrage nicht.