• IT-Karriere:
  • Services:

Grevenreuth AG

Verbraucherzentrale warnt vor falschen E-Mail-Mahnungen

Die Verbraucherzentrale Hessen warnt vor betrügerischen E-Mail-Mahnungen einer angeblichen "Grevenreuth AG". Die Empfänger werden aufgefordert, wegen illegalen Downloads von Musikstücken binnen kurzer Zeit Geld zu überweisen, um teure Folgekosten zu vermeiden.

Artikel veröffentlicht am ,

Die fiktive Grevenreuth AG wirft in ihren Mails den Empfängern vor, dass die illegal Musikstücke aus dem Netz heruntergeladen und damit einen Urheberrechtsverstoß begangen hätten. Die Verfasser der Mail geben vor, im Auftrag von Universal Music zu handeln. Über die IP-Adresse des unspezifisch mit "sehr geehrte Damen und Herren" angeredeten Empfängers sei häufig urheberrechtlich geschütztes Material in Form von Musik heruntergeladen worden.

Stellenmarkt
  1. ED. ZÜBLIN AG, Stuttgart
  2. Valtech Mobility GmbH, München

Zur Vermeidung juristischer Schritte müssten binnen drei Tagen 50 Euro "Mahngeld" gezahlt werden, heißt es in der Mail, und eine - absurderweise selbst zu verfassende - Unterlassungserklärung unterschrieben werden. Andernfalls drohten erhebliche Anwalts- und Gerichtskosten, Zwangsvollstreckungsmaßnahmen, die Eintragung in Schuldnerverzeichnisse und der Verlust der Kreditwürdigkeit. Laut Verbraucherzentrale wird dem Adressaten auch mit einer hohen Geld- oder Gefängnisstrafe gedroht.

Wenig überraschend ist, dass die Verbraucherzentrale Hessen die angeblich in Osnabrück sitzende Firma nicht ausfindig machen konnte, auch die Telefonnummer funktionierte nicht. Nach Einschätzung der Verbraucherzentrale Hessen handelt es sich um Abzocke dreister Trittbrettfahrer. Betroffene Verbraucher könnten daher Strafanzeige wegen (versuchten) Betruges stellen und die Mahnung getrost löschen.

Schon der Name des Unternehmens müsste eigentlich stutzig machen, denn er lehnt sich klar an den des verstorbenen Anwalts Günther Freiherr von Gravenreuth an. Gravenreuth war wegen versuchten Betruges rechtskräftig verurteilt worden und sollte im Februar 2010 eigentlich eine Haftstrafe von 14 Monaten antreten. In der Nacht zum 22. Februar 2010 erschoss sich Gravenreuth. Die Gründe nannte er in einer Abschiedsmail. Bekanntgeworden war Gravenreuth bereits in den 1980er Jahren durch Abmahnungen und Anzeigen gegen Schwarzkopierer.

Nicht immer steckt jedoch Betrug oder Veralberung hinter Vorwürfen der Urheberrechtsverletzungen. "Seriös vorgeworfene Urheberrechtsverletzungen - beispielsweise wegen des widerrechtlichen Downloads beziehungsweise Uploads von Film- oder Musiktiteln über Internettauschbörsen (Filesharing- oder Peer-to-Peer-Netzwerke) - müssen Verbraucher sehr ernst nehmen", so Peter Lassek, Referent für Verbraucherrecht bei der Verbraucherzentrale Hessen. "Fristen sind hier oft knapp gesetzt und häufig geht es um recht hohe Streitwerte", so Lassek. Die Verbraucherzentrale Hessen empfiehlt deshalb, in solchen Fällen einen spezialisierten Fachanwalt aufzusuchen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Resident Evil 3 (2020) für 24,99€, Detroit: Become Human - Epic Games Store Key für 27...
  2. 11,69€ (Bestpreis!)
  3. (aktuell u. a. Amazon Basics günstiger (u. a. AXE Superb 128 GB USB 3.1 SuperSpeed USB-Stick für...
  4. (u. a. Digitus S7CD Aktenvernichter für 24,99€, Krups Espresso-Kaffee-Vollautomat EA 8150 für...

amp amp nico 14. Aug 2010

Ich hab da gerade gelesen: "{...} und für jeden BETRÜGER anonym an Tankstellen zu...

a-aus-b 27. Jun 2010

Ist doch egal. Hauptsache der ist weg vom Fenster. Das ist wichtig.

Lala Satalin... 25. Jun 2010

Solche falschen Mahnungen schwirren schon seit einigen Jahren herum. Daneben auch E-Mails...

Tyler Durden 25. Jun 2010

Das blieb von ihm übrig: Ein Name, mit dem man auch nach seinem Tod noch kleine Kinder...

Günnis revival 25. Jun 2010

Jepp. Günther Freitod von Gravenreuth hätte sich sicherlich dagegen gewehrt. Jepp.


Folgen Sie uns
       


24-zu-10-Monitor LG 38GL950G - Test

LGs 21:9-Monitor 38GL950G überzeugt durch gute Farben und sehr gute Leistung in Spielen und beim Filmeschauen. Allerdings gibt es einige Probleme beim Übertakten des Panels.

24-zu-10-Monitor LG 38GL950G - Test Video aufrufen
Coronavirus und Karaoke: Gesang mit Klang trotz Gesichtsvorhang
Coronavirus und Karaoke
Gesang mit Klang trotz Gesichtsvorhang

Karaokebars sind gefährliche Coronavirus-Infektionsherde. Damit den Menschen in Japan nicht ihr Hobby genommen wird, gibt es nun ein System, das auch mit Mundschutz gute Sounds produzieren soll.
Ein Bericht von Felix Lill

  1. Corona Gewerkschaft sieht Schulen schlecht digital ausgestattet
  2. Corona Telekom und SAP sollen europaweite Warn-Plattform bauen
  3. Universal Kinofilme kommen früher ins Netz

Pixel 4a im Test: Google macht das Pixel kleiner und noch günstiger
Pixel 4a im Test
Google macht das Pixel kleiner und noch günstiger

Google macht mit dem Pixel 4a einiges anders als beim 3a - und eine Menge richtig, unter anderem beim Preis. Im Herbst sollen eine 5G-Version und das Pixel 5 folgen.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Smartphone Google stellt das Pixel 4 ein
  2. Android Googles Dateimanager erlaubt PIN-geschützten Ordner
  3. Google Internes Dokument weist auf faltbares Pixel hin

Golem on Edge: Wo Nachbarn alles teilen - auch das Internet
Golem on Edge
Wo Nachbarn alles teilen - auch das Internet

Mehr schlecht als recht arbeiten zu können und auch nur dann, wenn die Nachbarn nicht telefonieren - das war keine Dauerlösung. Wie ich endlich Internet in meine Datsche bekommen habe.
Eine Kolumne von Sebastian Grüner

  1. Keine Glasfaser, keine IT-Kompetenz Schulen bemühen sich vergeblich um Geld aus dem Digitalpakt
  2. Kultusministerien Schulen rufen kaum Geld aus Digitalpakt ab
  3. Change-Management Wie man Mitarbeiter mitnimmt

    •  /