iOS 4: iPhone OS 3.1 hat über 60 Sicherheitslücken
Mehr als 60 Sicherheitslücken listet Apple in dem Sicherheitsdokument HT4225(öffnet im neuen Fenster) auf, die das iPhone OS 2.0 bis zur Version 3.1.3 betreffen. Das Betriebssystem läuft auf iPhones und dem iPod touch und sollte aufgrund der Sicherheitsprobleme durch iOS 4 ausgetauscht werden. Die meisten Lücken in iPhone OS 2 bis 3.1.3 betreffen die Webkit-Engine des Browsers Safari und damit auch Anwendungen, die von Webkit Gebrauch machen.
Beim Besuch einer Webseite mit Schadcode kann es zu "unerwarteten Aktionen" auf anderen Webseiten kommen, Cross-Site-Scripting-Angriffe sind möglich und auch der Absturz mit anschließender Fremdcode-Ausführung könnte passieren. Zudem hat die Komponente ImageIO zahlreiche Fehler, die ähnliche Angriffe ermöglichen. ImageIO ist für die Anzeige von Bildern zuständig.

Weitere Fehler gibt es in Verbindung mit dem Passcode Lock. Wer etwa Zugang zum Gerät hat, konnte während des Bootprozesses trotz Passwortschutz an die Daten herankommen.
Ein Sicherheitsproblem gibt es auch in der Sandbox für Anwendungen. Voraussetzung ist allerdings, dass eine Schadanwendung zunächst durch den Autorisierungsprozess von Apple kommt und damit im App Store angeboten wird. Eine solche Anwendung könnte auf die Fotobibliothek zugreifen und anschließend besuchte Orte anhand der Fotos erspähen, die mit Geotagging-Daten versehen sind.
Das Sicherheitsupdate in Form von iOS 4 bleibt dem iPhone und iPod touch der ersten Generation verwehrt. Ob es ein Update für die Geräte der ersten Generation gibt, ist derzeit unklar. Allen anderen iPhone- und iPod-touch-Nutzern wird es über die Aktualisierungsfunktion von iTunes 9.2 angeboten.
Den Neuerungen abseits der geschlossenen Sicherheitslücken hat sich Golem.de in einem Test von iOS 4 ausführlich gewidmet .
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