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Notverkauf

AOL verschleudert das soziale Netzwerk Bebo

Die Investmentfirma Criterion Capital Partners gibt den Kauf von Bebo bekannt. Der Preis wurde nicht verraten, soll aber nur bei einem Bruchteil der 850 Millionen US-Dollar liegen, die AOL vor über zwei Jahren bezahlt hatte.

Artikel veröffentlicht am ,
Notverkauf: AOL verschleudert das soziale Netzwerk Bebo

AOL hat das soziale Netzwerk Bebo an das Investmentunternehmen Criterion Capital Partners verkauft. Das gab der neue Eigner heute bekannt. Zu den finanziellen Konditionen der Übernahme wurden keine Angaben gemacht. Im März 2008 hatte AOL Bebo für 850 Millionen US-Dollar gekauft, das Wall Street Journal berichtet, dass der aktuelle Preis ein Bruchteil dessen gewesen sein soll. Das Kapital würde beinahe vollständig vernichtet, so die Zeitung. AOL dürfte dennoch durch die Abschreibung einen Steuervorteil verbuchen können.

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Criterion Capital Partners will die Unternehmensführung von Bebo unmittelbar selbst antreten, hieß es weiter. Adam Levin, Managing Partner bei Criterion Capital, sagte: "Die junge sehr aktive Nutzerschaft, die Umsatzentwicklung, die internationale Präsenz und die solide technische Infrastruktur machen Bebo zu einer attraktiven Medienplattform, die zu unseren umfassenderen Anlagezielen passt".

Bebo steht seit April 2010 zum Verkauf. "AOL ist derzeit nicht in der Lage, Bebo weiter zu finanzieren", hieß es zur Begründung. Laut den Reichweitenmessungen von Comscore hatte Bebo weltweit im Februar 12,8 Millionen Unique User, ein Rückgang um 45 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.

Der Medienkonzern Time Warner hatte seine Internetsparte AOL im Dezember 2009 ausgegliedert. AOL verkauft seitdem Bereiche, die nicht zum Kerngeschäft gehören. So ging Buy.at für 17,5 Millionen US-Dollar an Digital Window, ein Joint Venture der Axel Springer AG und der Schweizer Publigroupe. 2008 hatte AOL Buy.at für 125 Millionen US-Dollar übernommen.

Im April konnte AOL einen Vertrag über den Verkauf des Instant-Messaging-Dienstes ICQ an einen russischen Konkurrenten unterzeichnen. DST zahlte circa 187 Millionen US-Dollar. AOL erwarb im Juni 1998 für 400 Millionen US-Dollar Mirabilis, die Schöpfer von ICQ.



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Halbam 18. Jun 2010

"Sich so ein paar lächerliche Zahlen auszudenken und dann damit um sich zu werfen kann...

plippo 18. Jun 2010

AOL-CDs verteilen ;-)

sieht so aus 18. Jun 2010

Ja sieht so aus....

bers0r 17. Jun 2010

aol verkauft irgendwie derzeit fast alles... erst buy.it, dann icq, jetz beeboo...


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