Kernfusion braucht Zeit

Manch einer sieht bereits schwarz für die Zukunft des Projekts: "Das ist eine echte Krise", sagte Stephen Dean, Chef der US-Lobbygruppe für Kernfusion, der Wochenzeitung Zeit. Nun stelle sich die Frage, ob die Fusionsenergie überhaupt zu bezahlen sei.

Treffen ohne Ergebnis

Stellenmarkt
  1. Softwareentwickler (m/w/d) Applikationsentwicklung
    WITRON Gruppe, Parkstein (Raum Weiden / Oberpfalz), Rimpar (Raum Würzburg)
  2. DevOps Engineer für Softwareentwicklung, Informatiker / Fachinformatiker (w/m/d)
    energy & meteo systems GmbH, Oldenburg
Detailsuche

Heute ist ein Treffen von Vertretern der sieben Konsortiumsmitglieder im chinesischen Suzhou zu Ende gegangen. Auf der Tagesordnung stand vor allem die Finanzierung. Es ging aber auch um die Organisation des Projekts. Eine Lösung der Probleme fanden sie offensichtlich nicht: Es wurde ein neues Treffen anberaumt, das Ende Juli in Cadarache stattfinden soll. Dann sollen laut Iter alle Delegationen "in der Lage sein, die Diskussionen um die nächsten Projektschritte abzuschließen".

  • Schnittzeichnung der Reaktorkammer des Iter (Bild: Iter)
  • So sieht es derzeit auf der Baustelle in Cadarache aus. (Bild: Iter)
So sieht es derzeit auf der Baustelle in Cadarache aus. (Bild: Iter)

Am künftigen Standort können sich die Delegierten dann auch gleich vom Beginn der Bauarbeiten überzeugen. Im Juli sollen nämlich laut Iter die Ausschachtungsarbeiten beginnen. Eigentlich hätte der Baubeginn schon 2009 sein sollen. Derzeit ist in Südfrankreich jedoch nur ein planiertes Gelände zu sehen. Entsprechend verschieben sich auch die Voraussagen, wann der Reaktor in Betrieb gehen soll: Geplant war das Jahr 2018. Inzwischen ist die Rede von 2026. Eine kommerzielle Nutzung der Fusionsenergie scheint erst in den 70er Jahren dieses Jahrhunderts realistisch.

Hybridreaktor als Lösung?

Um die Zeit bis dahin zu überbrücken, forschen einige der beteiligten Länder, allen voran China, an Hybridreaktoren. Das sind Reaktoren, in denen Kernfusion und -spaltung stattfindet: Bei der Fusion frei werdende Neutronen sollen die Kernspaltung anregen. Als Spaltmaterial könnte dabei niedrig angereichertes Uran, Thorium oder sogar Atommüll dienen. In etwa zehn Jahren will China einen ersten Forschungshybridreaktor in Betrieb nehmen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Kernfusion: Forschungsreaktor Iter in Finanznot
  1.  
  2. 1
  3. 2


cyd 21. Jun 2010

Wie nix? Kommt auf den Status des Reaktors vor dem Ausfall der Magnetfelder an. Stell Dir...

ahja 20. Jun 2010

Die Sonne ist eine Kernfusion, richtig. Aber eine etwas andere. Sie hat ein paar...

qwertzdasd 19. Jun 2010

das ist leider bei einem internationalen Kooperationsprojekt wie iter kein sonderlich...

GodsBoss 18. Jun 2010

Nein.



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Klima-Ticket
Bund plant Nachfolger für Neun-Euro-Ticket

Das Neun-Euro-Ticket könnte als Klimaticket weiterlaufen. Das geht aus einem Vorschlag für ein neues Klimaschutzsofortprogramm hervor.

Klima-Ticket: Bund plant Nachfolger für Neun-Euro-Ticket
Artikel
  1. Vitali Klitschko: Zweifel an Giffeys Deepfake-These
    Vitali Klitschko
    Zweifel an Giffeys Deepfake-These

    Die Berliner Staatskanzlei spricht von einem Deepfake beim Gespräch zwischen Bürgermeisterin Franziska Giffey und dem falschen Klitschko. Nun gibt es eine neue These.

  2. Feuerwehr: E-Auto-Brand zerstört Haus - Photovoltaik erschwert Löschen
    Feuerwehr
    E-Auto-Brand zerstört Haus - Photovoltaik erschwert Löschen

    Feuerwehrleute in Hessen hatten Probleme, einen Elektroauto-Brand, der auf ein Wohngebäude übergriff, zu löschen. Auf dem Dach befand sich Photovoltaik.

  3. Studie VW ID.Aero vorgestellt: Elektrischer Passat soll 620 km weit kommen
    Studie VW ID.Aero vorgestellt
    Elektrischer Passat soll 620 km weit kommen

    Nach der elektrischen Kompaktklasse und SUVs legt VW nun mit einer Limousine nach. Die Studie ID.Aero erinnert sehr stark an ein Verbrennermodell.
    Ein Bericht von Friedhelm Greis

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • MSI 32" WQHD 165 Hz günstig wie nie: 399€ • Saturn-Fundgrube: Restposten zu Top-Preisen • MindStar (AMD Ryzen 9 5900X 375€, Gigabyte RX 6900 XT 895€) • Samsung Galaxy Watch 4 Classic 46 mm 205€ [Werbung]
    •  /