Wettbewerb

Welcher Roboter kann Hände schütteln wie ein Mensch?

Israelische Wissenschaftler haben einen Wettbewerb für Robotiker ausgerufen: Forscher sollen einen Roboter entwickeln, der einem Menschen die Hand schütteln soll. Am Ende soll ein Mensch nicht mehr unterscheiden können, ob er einem Menschen oder einem Roboter die Hand schüttelt.

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Wettbewerb: Welcher Roboter kann Hände schütteln wie ein Mensch?

Roboter sollen künftig die Menschen in verschiedenen Lebenslagen unterstützen. Sie sollen etwa in der Pflege eingesetzt werden oder als Butler auf einer Cocktailparty Getränke servieren. Dazu ist es wichtig, dass die Roboter ein angenehmes Äußeres haben wie etwa die Roboterdame Aila, und mit Menschen kommunizieren können. Allerdings sollten sie auch gewisse Umgangsformen beherrschen. Die wollen ihnen Forscher der Ben-Gurtion-Universität (BGU) des Negev im südisraelischen Beerscheba beibringen: Sie fordern Forscher auf, einen Roboter zu entwickeln, der einem Menschen die Hand schütteln kann.

Erweiterter Turingtest

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Die Idee ist, den von dem britischen Mathematiker Alan Turing 1950 vorgeschlagenen, nach ihm benannten Tests zu erweitern. Der Test dient als Gradmesser für künstliche Intelligenz: Ein Computer sei dann so intelligent wie ein Mensch, wenn ein Mensch nicht unterscheiden könne, ob ein für ihn unsichtbarer Gesprächspartner ein Mensch oder eine Maschine sei.

Der Test beschränke sich jedoch auf den Aspekt der Sprache, erklärt BGU-Wissenschaftler Amir Karniel, der den Wettbewerb mitorganisiert hat. Er will den Aspekt der motorischen Intelligenz mit in den Test einbeziehen. Der Handschlagtest sei nicht nur deshalb interessant, weil er eine verkleinerte Version des Turingtests sei, sondern auch weil er bidirektional verlaufe, sagt Karniel. Beide Seiten schüttelten aktiv die Hand und sondierten einander so gegenseitig, etwa über den Druck oder die Intensität, mit der die Hände geschüttelt werden.

Mensch oder Roboter?

Der Test soll folgendermaßen ablaufen: Die Testperson wird vor einen Roboterarm vom Typ Phantom gesetzt, der in den 1990er Jahren am Massachusetts Institute of Technology entwickelt wurde. Der Proband hält den Griff des Phantom in der Hand. Ein zweites Phantom-System wird abwechselnd von einem Menschen und einer Maschine bedient. Der Proband muss anschließend einschätzen, welcher Handschlag sich menschlicher angefühlt hat.

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Der Wettbewerb wird ausgerufen im Rahmen des sechsten Computational Motor Control Workshop, der dieser Tage an der BGU stattfindet. Im August sollen die Forscher einen ersten Entwurf für einen händeschüttelnden Roboter bei Karniel einreichen. Der Sieger soll im kommenden Jahr bei der nächsten Konferenz gekürt werden.

Medizinische Anwendung

Teilnehmen könnten Roboter, die aus der Ferne mit ihresgleichen oder mit Menschen kommunizieren. "Das muss kein ausgefeilter Handschlag sein, eine Auf- und Abbewegung reicht aus", beschreibt Karniel die Anforderungen. "Aber auch das ist schon nicht so einfach. Wir wollen das menschliche Händeschütteln verstehen. Dafür könnte es sogar medizinische Anwendungen geben, wie etwa einer Person mit einer zerebralen Lähmung die Hand zu schütteln, um herauszufinden, wie stark die Behinderung ist."

Als Preis winken 1.000 US-Dollar sowie eine wissenschaftliche Veröffentlichung. Das sei nicht viel, gibt Karniel zu. Bei dem Wettbewerb gehe es mehr um die wissenschaftliche Reputation und die Veröffentlichung in einer Fachpublikation.

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moep 18. Jun 2010

danke für den konstruktiven beitrag! sieht man hier selten. jedefalls überzeugt mich...

bämm 18. Jun 2010

Meine Computer haben keine Hände.

gast2 17. Jun 2010

Irgendwann hat der Roboter keinen Bock und zerquetscht jemandens Hand. Dann ist Schluss...



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