Infineon: Wireless-Sparte steht für 1 Milliarde Euro zum Verkauf
Infineon hat die US-Investmentbank JP Morgan beauftragt, einen Käufer für seine Sparte Wireless Solutions zu finden, das berichtet die britische Financial Times(öffnet im neuen Fenster) aus verhandlungsnahen Kreisen. Mindestens ein Unternehmen habe sich bereits an Infineon gewandt. Ein Kaufprospekt sei online bereits verfügbar, hieß es weiter.
Nach der erfolgreichen Restrukturierung des deutschen Chipherstellers ist der Preis des Konzernsbereichs jedoch gestiegen. Ein erfolgreicher Verkauf scheint dadurch eher unwahrscheinlich, so die Zeitung weiter. Infineon hat einen Kommentar zu dem Bericht abgelehnt.
Infineon Wireless Solutions erzielte 2009 einen Umsatz von 917 Millionen Euro und beliefert Apple, Nokia, Samsung und Research in Motion.
Ende April 2010 gab Infineon bekannt, im zweiten Geschäftsquartal seien "die Umsätze im Segment Wireless Solutions (WLS) nahezu stabil geblieben, da die saisonal übliche Marktschwäche nicht eintrat" . In dem Quartal, das am 31. März 2010 endete, verzeichnete Wireless Solutions ein Ergebnis von 9 Millionen Euro. Der Umsatz lag in dem Quartal bei 267 Millionen Euro.
Mitte Mai 2010 hatte Golem.de bereits berichtet , dass Intel mit Infineon über eine Übernahme der Abteilung für Handybausteine verhandelt. Intel plant seit Jahren einen Einstieg ins Geschäft mit Smartphones, spätestens Medfield, die nächste Generation der Atom-Prozessoren, sei dafür geeignet. Intel könnte mit einer Übernahme von Infineons Handysparte sein Plattformenkonzept auch auf Smartphones ausweiten. Bei PCs ist Intel mit dem Angebot von Prozessor und Chipsatz sehr erfolgreich. Für Notebooks werden Prozessor, Chipsatz und WLAN-Modul gebundelt.
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