• IT-Karriere:
  • Services:

Studie

Behördenprobleme schwächen US-Cybersicherheit

Die Computersysteme ziviler US-Behörden sind nicht ausreichend vor Cyberangriffen geschützt, weil die zuständige Stelle beim US-Heimatschutzministerium nicht effizient arbeiten kann. Zu diesem Ergebnis kommt eine interne Untersuchung des Ministeriums.

Artikel veröffentlicht am ,
Studie: Behördenprobleme schwächen US-Cybersicherheit

Im Fall eines Cyberangriffs können die zivilen Computersysteme der US-Regierung nur ungenügend geschützt werden. Zu dem Ergebnis kommt eine Studie des US-Heimatschutzministerium (Department of Homeland Security, DHS), die heute veröffentlicht werden soll, berichtet das Wall Street Journal. Grund sei, dass die zuständige Stelle, das US Computer Emergency Readiness Team (US-Cert), aus verschiedenen Gründen nicht effektiv arbeite, zitiert die Zeitung aus einer Stellungsnahme des Autors, des DHS-Generalinspekteurs Richard Skinner.

Personalprobleme und fehlende Kompetenzen

Stellenmarkt
  1. Cooper Advertising GmbH, Hamburg
  2. Leading Systems GmbH, Köln, Sachsenheim

Laut Skinner sind dafür zum einen Personalprobleme verantwortlich: Die Abteilung für Computersicherheit des DHS sei stark unterbesetzt - von 98 Planstellen sind nur 45 besetzt -, und leide unter einer hohen Personalfluktuation. Dann fehle dem US-Cert die Befugnis durchzusetzen, dass andere Behörden ihre Rechnersysteme schützen.

Schließlich sei die technische Ausstattung nicht ausreichend: Zwar verfügt das DHS mit Einstein über ein System, das Einbrüche in Computersysteme erkennen soll. Doch zum einen haben nicht alle zivilen Regierungsstellen das System installiert. Zum anderen ist Einstein nicht schnell genug. Das bedeute, dass das US-Cert nicht in der Lage sei, Angriffe in Echtzeit zu erkennen und die Computer entsprechend zu schützen, kritisiert Skinner.

Derzeit wird eine neue Version von Einstein getestet, die Angriffe schneller erkennen soll als die vorherige. Wann sie fertig ist und eingesetzt werden kann, ist nicht klar. Erschwert wird die Situation dadurch, dass eine Reihe von Behörden über Computer verfügt, auf denen nicht einmal die erste Version von Einstein läuft.

Probleme auch selbst verschuldet

In Teilen scheint die Situation auch selbst verschuldet. So berichteten mehrere US-Behörden Skinner, das US-Cert haben ihnen Daten vorenthalten, mit deren Hilfe mögliche Sicherheitslücken in den Systemen dieser Regierungsstellen hätten aufgespürt werden können. Auch Schulungen für das Einstein-System hätten sie nicht bekommen.

Die USA haben ohnehin Probleme mit der Sicherheit ihrer Computersysteme: Im Februar führte die US-Forschungseinrichtung Bipartisan Policy Center ein Simulationsspiel einer koordinierten Cyberattacke auf das Land durch. Das Ergebnis zeigte, dass ein solcher Angriff schwere Schäden anrichten kann.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (u. a. Ryzen 5 5600X für 359€, Ryzen 7 5800X für 489€)
  2. (u. a. Xbox Wireless Controller Robot White für 59,99€)

Cry-Check 16. Jun 2010

The truth is out there. Der Mann hat noch eine ganze Reihe interessanter Akten in seinen...

flash ist schlecht 16. Jun 2010

Das BSI könnte auch besser sein. Man könnte 100 Euro Beute für Sicherheitslücken...


Folgen Sie uns
       


Viewsonic M2 - Test

Der kleine LED-Projektor eignet sich für Präsentationen und als flexibles Kino für unterwegs.

Viewsonic M2 - Test Video aufrufen
Hitman 3 im Test: Agent 47 verabschiedet sich mörderisch
Hitman 3 im Test
Agent 47 verabschiedet sich mörderisch

Das (vorerst) letzte Hitman bietet einige der besten Einsätze der Serie - daran dürften aber vor allem langjährige Fans Spaß haben.
Von Peter Steinlechner

  1. Hitman 3 angespielt Agent 47 in ungewohnter Mission

Antivirus: Das Jahr der unsicheren Sicherheitssoftware
Antivirus
Das Jahr der unsicheren Sicherheitssoftware

Antivirus-Software soll uns eigentlich schützen, doch das vergangene Jahr hat erneut gezeigt: Statt Schutz gibt es Sicherheitsprobleme frei Haus.
Von Moritz Tremmel

  1. NortonLifeLock Norton kauft deutschen Antivirenhersteller Avira

Google vs. Oracle: Das wichtigste Urteil der IT seit Jahrzehnten
Google vs. Oracle
Das wichtigste Urteil der IT seit Jahrzehnten

Der Prozess Google gegen Oracle wird in diesem Jahr enden. Egal welche Seite gewinnt, die Entscheidung wird die IT-Landschaft langfristig prägen.
Eine Analyse von Sebastian Grüner


      •  /