Abo
  • IT-Karriere:

Telekom-Bespitzelungsaffäre

Opfer glauben nicht an die Unschuld von Ricke und Zumwinkel

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi will sich nicht mit der Einstellung der Ermittlungen gegen Ex-Telekom-Vorstandschef Ricke und den ehemaligen Aufsichtsratsvorsitzenden Zumwinkel abfinden.

Artikel veröffentlicht am ,
Kai-Uwe Ricke im Jahr 2005
Kai-Uwe Ricke im Jahr 2005

Die Staatsanwaltschaft Bonn hat entschieden, Anklage gegen einige Mitarbeiter der Deutschen Telekom zu erheben, die Ermittlungen gegen den früheren Aufsichtsratsvorsitzenden Klaus Zumwinkel und den Exkonzernchef Kai-Uwe Ricke jedoch einzustellen. In den Jahren 2005 und 2006 waren von der Telekom Aufsichtsräte, Gewerkschafter und Journalisten bespitzelt worden.

Stellenmarkt
  1. Hessisches Ministerium der Finanzen, Wiesbaden
  2. hkk Krankenkasse, Bremen

"Wir werden weiter darum kämpfen, dass die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden - ungeachtet ihrer hierarchischen Stellung", sagte Verdi-Bundesvorstand Lothar Schröder, der selbst zu den Opfern gehört. Es ginge in diesem Verfahren nicht um Bagatelldelikte, sondern um massive Verletzungen der Persönlichkeitsrechte und auch gewerkschaftlicher Rechte, sagte Schröder. "Unseren Anwälten ist noch immer kein Einblick in die Ermittlungsakten gestattet worden", sagte Schröder.

Von der illegalen Bespitzelungsaktion seien über 60 Gewerkschafter, Betriebsräte, Aufsichtsräte, deren Mitarbeiter, deren Kinder und Journalisten betroffen gewesen. Die Bonner Staatsanwaltschaft prüft nur noch den Vorwurf der üblen Nachrede.

Der Süddeutschen Zeitung lag schon zuvor der Bescheid der Staatsanwaltschaft vor, nachdem diese nicht mit hinreichender Sicherheit habe feststellen können, dass Ricke und Zumwinkel von dem illegalen Gebrauch von Telefonverbindungsdaten zu Spitzelzwecken gewusst hätten. Einer der Hauptzeugen, Exkonzernanwalt Michael Hoffmann-Becking, der die beiden zuerst belastet hatte, verweigert die Aussage.

Dem Spiegel sagte Schröder: "Es ist nicht sehr plausibel, dass Mitarbeiter aus dem mittleren Management aus eigenem Antrieb damit angefangen haben sollen, große Mengen Telefondatensätze auszuwerten." Das mache auf der Ebene ohne klare Anweisung niemand. "Und die kann nach unserer Einschätzung wegen der Brisanz der Vergehen nur aus den Topetagen gekommen sein."

Auch der Deutsche Journalisten-Verband hat die Entscheidung der Staatsanwaltschaft Bonn kritisiert. "Das Gericht hätte die Möglichkeit erhalten sollen, Schuld oder Unschuld von Zumwinkel und Ricke herauszufinden", sagte DJV-Chef Michael Konken.



Anzeige
Top-Angebote
  1. mit Rabatt auf Monitore, SSDs, Gehäuse und mehr
  2. (u. a. The Legend of Zelda, Super Smash Bros. Ultimate)
  3. 9,90€ (Release am 22. Juli)
  4. 9,99€ (Release am 24. Juni)

Öffentlich... 15. Jun 2010

Und deshalb wird die Öffentlichkeit von der Meldung der Staatsanwaltschaft keine Kenntnis...

Der Kaiser! 15. Jun 2010

Gerade ein Skandal kann für die Karriere förderlich sein!

Erich Kästner 14. Jun 2010

Deshalb hat man wahrscheinlich auch die ICT-Infrastruktur damals an Nokia Siemens...


Folgen Sie uns
       


Festo Bionic Softhand und Softarm angesehen

Die Bionic Softhand ist ein robotischer Greifer, der der menschlichen Hand nachgebildet ist. Das Unternehmen Festo präsentiert sie auf der Hannover Messe 2019.

Festo Bionic Softhand und Softarm angesehen Video aufrufen
Bethesda: Ich habe TES Blades für 5,50 Euro durchgespielt
Bethesda
Ich habe TES Blades für 5,50 Euro durchgespielt

Rund sechs Wochen lang hatte ich täglich viele spaßige und auch einige frustrierende Erlebnisse in Tamriel: Mittlerweile habe ich den Hexenkönig in TES Blades besiegt - ohne dafür teuer bezahlen zu müssen.
Ein Bericht von Marc Sauter

  1. Bethesda TES Blades ist für alle verfügbar
  2. TES Blades im Test Tolles Tamriel trollt
  3. Bethesda TES Blades startet in den Early Access

Mobile-Games-Auslese: Games-Kunstwerke für die Hosentasche
Mobile-Games-Auslese
Games-Kunstwerke für die Hosentasche

Cultist Simulator, Photographs, Dungeon Warfare 2 und mehr: Diesen Monat lockt eine besonders hochkarätige Auswahl an kniffligen, gruseligen und komplexen Games an die mobilen Spielgeräte.
Von Rainer Sigl

  1. Spielebranche Auch buntes Spieleblut ist in China künftig verboten
  2. Remake Agent XIII kämpft wieder um seine Identität
  3. Workers & Resources im Test Vorwärts immer, rückwärts nimmer

Oneplus 7 Pro im Hands on: Neue Konkurrenz für die Smartphone-Oberklasse
Oneplus 7 Pro im Hands on
Neue Konkurrenz für die Smartphone-Oberklasse

Parallel zum Oneplus 7 hat das chinesische Unternehmen Oneplus auch das besser ausgestattete Oneplus 7 Pro vorgestellt. Das Smartphone ist mit seiner Kamera mit drei Objektiven für alle Fotosituationen gewappnet und hat eine ausfahrbare Frontkamera - das hat aber seinen Preis.
Ein Hands on von Ingo Pakalski

  1. Oneplus 7 Der Nachfolger des Oneplus 6t kostet 560 Euro
  2. Android 9 Oneplus startet Pie-Beta für Oneplus 3 und 3T
  3. MWC 2019 Oneplus will Prototyp eines 5G-Smartphones zeigen

    •  /