Abo
  • IT-Karriere:

SCO kontra Novell

Schluss, aus und vorbei?

Die epische Auseinandersetzung zwischen SCO und Novell über die Eigentümerschaft des UNIX-Quellcodes scheint tatsächlich beendet zu sein. Ein US-Bezirksrichter hat am Donnerstag SCOs Antrag auf ein neues Verfahren abgelehnt.

Artikel veröffentlicht am ,

Seit gut sieben Jahren hat sich das US-Unternehmen SCO, hervorgegangen aus dem UNIX-Hersteller Santa Cruz Operation, bemüht, den Konkurrenten Linux auf dem Rechtsweg zur Strecke zu bringen. Es begann mit einer Klage gegen IBM wegen Urheberrechtsverletzungen und gipfelte in einer Klage gegen Novell. SCO wollte von Novell die Rechte am Quellcode erworben haben, wohingegen Novell nur von einer Lizenz zur Nutzung für SCO ausging.

Stellenmarkt
  1. Bayerische Versorgungskammer, München
  2. Haufe Group, Freiburg

Nach einem jahrelangen Gerichtsverfahren in den USA entschied eine Jury dieses Jahr zugunsten von Novell. SCO wurde zu Schadensersatzzahlungen in Millionenhöhe an Novell verurteilt und meldete Bankrott an.

Mit dem Urteil entfiel praktisch die Rechtsgrundlage für SCOs Klage gegen IBM. SCO wollte sich damit jedoch nicht abfinden und beantragte ein neues Verfahren. Der Vorstoß scheiterte jedoch gestern. Der für die Prüfung des Antrages zuständige Bezirksrichter Ted Stewart fand diesen unbegründet und lehnte ihn ab. SCO hätte keinerlei Belege dafür erbracht, dass die Jury im Verfahren nicht alle vorgelegten Beweise ausreichend gewürdigt und deshalb ein Fehlurteil gefällt hätte.

Ars Technica zitiert Richter Stewart mit den Worten: "Das Gericht stellt fest, dass das ergangene Urteil in keiner Weise offensichtlich, entschieden und überwiegend gegen die präsentierten Fakten ausgefallen ist. Aus diesem Grunde hat SCO keinen Anspruch auf ein neues Verfahren."

Damit sollte eigentlich alles klar sein. Das für die Klage gegen IBM zuständige Gericht müsste diese jetzt abweisen, da SCO keine Urheberrechte am UNIX-Quellcode hält, die das Unternehmen gegen IBM durchsetzen könnte. Da SCO pleite ist, wird Novell von den Millionen, die SCO zahlen soll, wohl keinen Cent sehen.

Aber wer weiß. SCO hat sich in den vergangen Jahren immer wieder als erstaunlich findig erwiesen, wenn es darum ging, eine neue Klage gegen irgendjemanden anzustrengen. Wir dürfen alle gespannt sein, was SCO als Nächstes aus dem Hut zaubert. Aber vielleicht ist die Vorstellung diesmal ja tatsächlich und endgültig beendet - Schluss, aus und vorbei? [Robert A. Gehring]



Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-10%) 89,99€
  2. 3,40€
  3. 32,99€
  4. (-80%) 5,99€

mcbride nicht... 13. Jun 2010

Ergänzungskorrektur: Die Reihenfolge und Grund der Klagen ist vielen Forenteilnehmern...

GodsBoss 12. Jun 2010

Wann hat denn das Forum gewählt? Oder meinst du die Bundestagswahlen und andere? Da sind...


Folgen Sie uns
       


Golem.de probiert 5G in Berlin aus - Bericht

Wir probieren 5G in Berlin-Adlershof aus.

Golem.de probiert 5G in Berlin aus - Bericht Video aufrufen
iPad 7 im Test: Nicht nur für Einsteiger lohnenswert
iPad 7 im Test
Nicht nur für Einsteiger lohnenswert

Auch mit der siebten Version des klassischen iPads richtet sich Apple wieder an Nutzer im Einsteigersegment. Dennoch ist das Tablet sehr leistungsfähig und kommt mit Smart-Keyboard-Unterstützung. Wer ein gutes, lange unterstütztes Tablet sucht, kann sich freuen - ärgerlich sind die Preise fürs Zubehör.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. iPad Einschränkungen für Apples Sidecar-Funktion
  2. Apple Microsoft Office auf neuem iPad nicht mehr kostenlos nutzbar
  3. Tablet Apple bringt die 7. Generation des iPads

IT-Sicherheit: Auch kleine Netze brauchen eine Firewall
IT-Sicherheit
Auch kleine Netze brauchen eine Firewall

Unternehmen mit kleinem Geldbeutel verzichten häufig auf eine Firewall. Das sollten sie aber nicht tun, wenn ihnen die Sicherheit ihres Netzwerks wichtig ist.
Von Götz Güttich

  1. Anzeige Wo Daten wirklich sicher liegen
  2. Erasure Coding Das Ende von Raid kommt durch Mathematik
  3. Endpoint Security IT-Sicherheit ist ein Cocktail mit vielen Zutaten

Alexa: Das allgegenwärtige Ohr Amazons
Alexa
Das allgegenwärtige Ohr Amazons

Die kürzlich angekündigten Echo-Produkte bringen Amazons Sprachassistentin Alexa auf die Straße und damit Datenschutzprobleme in die U-Bahn oder in bisher Alexa-freie Wohnzimmer. Mehrere Landesdatenschutzbeauftragte haben Golem.de erklärt, ob und wie die Geräte eingesetzt werden dürfen.
Von Moritz Tremmel

  1. Digitaler Assistent Amazon bringt neue Funktionen für Alexa
  2. Echo Frames und Echo Loop Amazon zeigt eine Brille und einen Ring mit Alexa
  3. Alexa Answers Nutzer smarter Lautsprecher sollen Alexa Wissen beibringen

    •  /