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Reaktion: Microsoft bestätigt Windows-Sicherheitsloch und ist sauer

Die jüngst bekanntgewordene Sicherheitslücke im Hilfe- und Supportcenter von Windows hat Microsoft nun bestätigt. Der Softwarekonzern ist über den Enthüller der Informationen sehr verärgert.
/ Ingo Pakalski
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Der Google-Entwickler Tavis Ormandy machte das Sicherheitsloch in Windows öffentlich, nachdem er Microsoft wenige Tage zuvor auf den Fehler hingewiesen hatte. Er begründete die Veröffentlichung mit seiner Einschätzung, das Sicherheitsleck werde bald aktiv ausgenutzt. Darüber zeigt sich Microsoft in einem Blogeintrag(öffnet im neuen Fenster) sehr verärgert.

Es wird beklagt, die Veröffentlichung der Sicherheitslücke sei nicht mit Microsoft abgestimmt gewesen. Der Softwarekonzern war erst am 5. Juni 2010 von Ormandy informiert worden, der die Informationen dann am 9. Juni 2010 veröffentlichte. Nach Meinung Microsofts hat Ormandy das Risiko erhöht, dass das Sicherheitsloch für Angriffe ausgenutzt wird. Microsoft habe nicht genügend Zeit gehabt, den Fehler zu beseitigen.

Das Sicherheitsloch lässt sich ausnutzen, indem spezielle Befehle in eine URL integriert werden. Sobald ein Opfer diese URL öffnet, kann ein Fernwartungswerkzeug auf dem Rechner gestartet werden, um beliebige Aktionen durchzuführen. Wie Microsoft nun mitteilte, sind nur Windows XP und Windows Server 2003 davon betroffen. Auf Systemen mit Windows Vista, 7 oder Windows Server 2008 tritt der Fehler nicht auf.

Ormandy hatte zudem einen Hotfix veröffentlicht, mit dem sich der Fehler beheben lassen soll. Nach Aussage von Microsoft lassen sich aber die Änderungen durch den Hotfix leicht umgehen, so dass dieser keine Hilfe ist. Microsoft ist zudem der Meinung, dass Ormandys Analyse der Sicherheitslücke unvollständig ist.

Microsoft hat ein Security Advisory(öffnet im neuen Fenster) zu der offenen Sicherheitslücke veröffentlicht und erklärt in einem Blogeintrag(öffnet im neuen Fenster) , wie sich das Risiko eines Angriffs minimieren lässt. Noch gab Microsoft nicht bekannt, wann mit einem Patch zu rechnen ist, der den Fehler beseitigt.


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