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Wer eine Meinung hat, gründet eine Facebook-Gruppe

Das muss die regierenden Politiker nicht beeindrucken. Immerhin leben wir in einer parlamentarischen Demokratie, in der es eben nicht darum geht, die Wünsche einer Mehrheit zu erfüllen, sondern darum, alle gesellschaftlichen Forderungen in Einklang zu bringen. Doch es sollte sie beeindrucken, denn sie erleben damit Prozesse, die ihre Arbeit verändern werden.

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Wer seiner Regierung mal so richtig die Meinung sagen wollte, ging dazu früher auf die Straße und hielt ein Schild in die Höhe. Heute geht er zuerst ins Netz und gründet eine Facebook-Gruppe. Nirgendwo sonst lassen sich so schnell so viele Menschen gleicher Haltung finden und vereinen. Der Politik scheint das durchaus Angst zu machen. Zwar sind E-Partizipation und E-Demokratie auch in der Bundespolitik gern verwendete Schlagworte. Gleichzeitig aber kommen beide in Deutschland nicht so richtig voran.

Der Schritt in die stoffliche Welt

Dabei drückt sich in der Kampagne für Gauck - oder in der bis vor einigen Tagen laufenden gegen Ursula von der Leyen als Kandidatin für das Amt - vor allem eines aus: Politikinteresse. Verdrossenheit sieht anders aus, wie Geschwindigkeit und Kreativität, mit der die Möglichkeiten des Internets zur Meinungsäußerung genutzt werden, belegen.

Auch wird es wohl nicht bei virtuellen Kundgebungen bleiben. Längst haben Onlinekampagnen bewiesen, dass sie den Schritt in die stoffliche Welt schaffen können. Angekündigt sind Demonstrationen zumindest bereits. In Anlehnung an diejenigen, die einst die DDR beendeten, sollen sie jeden Montag stattfinden, schlug ein taz-Blogger vor: "Jeder mache an jedem Ort an jedem Montag um 17 Uhr Wahlkampf für Joachim Gauck, so gut er eben kann." Gut möglich, dass ihm viele folgen.

Das Netz sind wir alle

Denn es ist nicht "das Netz", das dort seine Meinung ausdrückt und sich einen anderen Bundespräsidenten wünscht. So etwas zu behaupten, würde die Wahrnehmung in eine völlig falsche Richtung lenken, ja den politischen Willen sehr vieler negieren. Bedeutete es doch, dieses Interesse ein paar verirrten "Netzmenschen" zuzuschreiben, die Hobbits gleich ein verstecktes Leben unter uns führten, wie Blogger Felix Schwenzel sagt. "Das Netz" aber seien längst wir alle, es ist "die wahre Volkspartei, denn dort sind alle Schichten vertreten".

Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass sich "das Netz" längst nicht einig ist über die Unterstützung für Gauck. Es gibt auch kritische Stimmen, die beispielsweise finden, "das Netz" gebe sich einem Personenkult hin, statt sich um wichtige Dinge wie das Sparpaket der Regierung zu kümmern. Und es gibt jene, die sagen, die Kampagne sei so erfolgreich, weil sich an ihr gefahrlos üben lasse, wie Politik zum Mitmachen gehen könnte. Das ist zwar etwas böse, aber immer noch ein Gedanke, der - sagen wir - Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht gleichgültig sein sollte. Denn beim Üben kann man sehr viel lernen. [von Kai Biermann, Zeit Online]

IMHO ist der Kommentar von Golem.de. IMHO = In My Humble Opinion (Meiner bescheidenen Meinung nach)

 IMHO: Das Netz ist die wahre Volkspartei
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Youssarian 10. Jun 2010

Genau, es ist die Nachfolgepartei der SED. Die ganze Stasi-Bande ist auch noch in dieser...

adooo 10. Jun 2010

Also ich weiss, dass ein gehobener Beamter der in dieser Hinsicht ermittelt, und schon...

samy123 10. Jun 2010

fullack

hosenplssär 10. Jun 2010

http://www.liveleak.com/ http://www.kopp-online.com/index.html http://deutschelobby...

Der Kaiser! 10. Jun 2010

Und wenn wir schon dabei sind, dann können wir auch den Bundestag streichen.


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