• IT-Karriere:
  • Services:

System on a Chip

TIs ARM-Designs mit Cortex-A8 erreichen 1 GHz

Nicht nur die kleinen ARM-Prozessoren für Smartphones und Tablets haben inzwischen die Gigahertz-Grenze durchbrochen. Auch seit Jahren etablierte Bausteine profitieren nun von verkleinerten Strukturbreiten. So soll die Serie "Sitara" von Texas Instruments nun deutlich schneller sein und trotzdem weniger elektrische Leistung benötigen.

Artikel veröffentlicht am ,

Die Sitara-Bausteine von Texas Instruments rund um die Plattform OMAP 3 kommen unter anderem in Navigationsgeräten, Geräten zur Datenerfassung, der Medizintechnik und bei Maschinensteuerungen zum Einsatz. Auch in diesen Bereichen werden die Benutzeroberflächen, teils mit 3D-Darstellungen, immer aufwendiger. Daher hat TI nun seinem Chip Sitara AM3715 auch einen PowerVR SGX als Beschleuniger für 3D spendiert, er soll bis zu 20 Millionen Polygone pro Sekunde erreichen. Auch Spiele - wenn auch nicht der primäre Einsatzbereich - sind durch Open GL ES 2.0 möglich.

Stellenmarkt
  1. finanzen.de, Berlin
  2. Sky Deutschland GmbH, Unterföhring bei München

Das kleinere Modell der neuen Sitaras, AM3703, verfügt nicht über eine derartige GPU. Beide Versionen des System-on-a-Chip sollen aber bei ihrem CPU-Anteil auf Basis des Cortex-A8 laut TI 40 Prozent schneller als frühere Modelle sein und dabei 30 Prozent weniger Leistung aufnehmen. Absolute Werte in Watt nennt TI auch in seinen Datenblättern nicht, wie viel Strom ein SoC benötigt, hängt auch stark von der verwendeten Software ab. Ihre Rechenleistung ziehen die neuen Sitaras je nach Modell aus Taktfrequenzen von 300, 600, 800 oder 1.000 MHz sowie aus auf je 64 und 256 KByte verdoppelten L2-Caches.

  • Die Testplattform TMDXEVM3715 für die neuen Sitaras
Die Testplattform TMDXEVM3715 für die neuen Sitaras

Die Spannung für den Kern selbst soll dabei zwischen 1,0 und 1,2 Volt liegen. Auch diese Werte sind jedoch variabel, die ARM-Kerne laufen auch bei viel geringeren Spannungen, anders als die komplexen x86-Prozessoren. Diese starten beim Unterschreiten einer bestimmten Spannung, die vom CPU-Typ abhängig ist, gar nicht erst.

Unter den zahlreichen Modellen der Sitara-Serie finden sich Varianten, die bis zu vier USB-2.0-Ports oder verschiedene Speichertypen ansprechen können. Das reicht vom langsamen, aber sehr sparsamen mDDR bis zu DDR2. Ebenso können verschiedene Flash-Typen als Speichermedien angesprochen werden.

TI liefert die neuen Bausteine ab sofort in Musterstückzahlen aus, wann die Massenproduktion aufgenommen wird, teilte das Unternehmen noch nicht mit. Die in 45 Nanometern Strukturbreite gefertigten Chips kosten in 1.000er Stückzahlen ab 26 US-Dollar für den AM3715 und 22,50 US-Dollar für den AM3703. Zur leichteren Entwicklung gibt es auch eine Testplattform, die ein komplettes System mit Display und SD-Slot umfasst. Sie kostet rund 1.500 US-Dollar. Das offene Projekt Beagleboard, dessen Hardware bereits ab rund 150 US-Dollar erhältlich ist, will TI aber auch unterstützen.

Als Software bietet der Chiphersteller ein angepasstes Linux mit Kernel 2.6.32 an. Es hat eine grafische Benutzeroberfläche und Entwicklungswerkzeuge. Ähnliches für Windows Embedded CE 6.0 - nicht zu verwechseln mit dem neuen Windows Embedded Compact 7 - will TI im dritten Quartal des Jahres 2010 anbieten.

Für High-End-Smartphones hatte TI bereits im März 2010 seine neue Plattform OMAP 4 mit zwei Cortex-A9-Kernen vorgestellt, von der es ebenfalls Muster gibt. In Serie hergestellt werden soll dieses SoC in der zweiten Hälfte des Jahres 2010.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 4,15€
  2. 4,32€
  3. (-40%) 23,99€
  4. 4,25€

CPU Designer 10. Jun 2010

oh ja, das schaut auch sehr interessant aus. muss ich mir bei gelegenheit mal...

und wieder weiter 09. Jun 2010

Im Prinzip hast Du Recht. Er wollte aber sicher nur ein Beispiel liefern und ist an den...

Anonymer Nutzer 09. Jun 2010

Du meinst den A8 aus dem Artikel. Der soll in Smartphones eingesetzt werden und das ist...


Folgen Sie uns
       


Ninm Its OK - Test

Der It's OK von Ninm ist ein tragbarer Kassettenspieler mit eingebautem Bluetooth-Transmitter. Insgesamt ist das Gerät eine Enttäuschung, bessere Modelle gibt es auf dem Gebrauchtmarkt.

Ninm Its OK - Test Video aufrufen
Concept One ausprobiert: Oneplus lässt die Kameras verschwinden
Concept One ausprobiert
Oneplus lässt die Kameras verschwinden

CES 2020 Oneplus hat sein erstes Konzept-Smartphone vorgestellt. Dessen einziger Zweck es ist, die neue ausblendbare Kamera zu zeigen.
Von Tobias Költzsch

  1. Bluetooth LE Audio Neuer Standard spielt parallel auf mehreren Geräten
  2. Streaming Amazon bringt Fire TV ins Auto
  3. Thinkpad X1 Fold im Hands-off Ein Blick auf Lenovos pfiffiges Falt-Tablet

Kailh-Box-Switches im Test: Besser und lauter geht ein klickender Switch kaum
Kailh-Box-Switches im Test
Besser und lauter geht ein klickender Switch kaum

Wer klickende Tastatur-Switches mag, wird die dunkelblauen Kailh-Box-Schalter lieben: Eine eingebaute Stahlfeder sorgt für zwei satte Klicks pro Anschlag. Im Test merken unsere Finger aber schnell den hohen taktilen Widerstand.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Charachorder Schneller tippen als die Tastatur erlaubt
  2. Brydge+ iPad-Tastatur mit Multi-Touch-Trackpad
  3. Apex Pro im Test Tastatur für glückliche Gamer und Vielschreiber

Europäische Netzpolitik: Die Rückkehr des Axel Voss
Europäische Netzpolitik
Die Rückkehr des Axel Voss

Elektronische Beweismittel, Nutzertracking, Terrorinhalte: In der EU stehen in diesem Jahr wichtige netzpolitische Entscheidungen an. Auch Axel Voss will wieder mitmischen. Und wird Ursula von der Leyen mit dem "Digitale-Dienste-Gesetz" wieder zu "Zensursula"?
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Mitgliederentscheid Netzpolitikerin Esken wird SPD-Chefin
  2. Nach schwerer Krankheit FDP-Netzpolitiker Jimmy Schulz gestorben

    •  /