Foxconn

Proteste gegen "Bloody Apple" in China

Demonstranten in Hongkong haben ihre Wut über die Suizidserie bei Foxconn auch gegen den US-Konzern Apple gerichtet. Aktionärsversammlungen waren heute von Protesten begleitet, bei denen freie Gewerkschaften für die Foxconn-Fabriken in China gefordert wurden.

Artikel veröffentlicht am ,
Apple Store in Peking
Apple Store in Peking

Bei der heutigen Aktionärshauptversammlung der Foxconn International Holdings in Hongkong haben Menschen gegen die Arbeitsbedingungen bei dem Auftragshersteller protestiert. Eine kleine Gruppe von 30 Demonstranten versammelte sich vor dem Tagungshotel und sang: "Arbeiter sind keine Maschinen".

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Foxconn ist Auftragshersteller für viele führende westliche IT-Konzerne. Doch Apple stand durch die starke Medienpräsenz des Unternehmens im Zentrum der Proteste. Ein Poster von Apple-Chef Steve Jobs mit Teufelshörnern war zu sehen. Weitere Abbildungen zeigten das Apple-Logo mit der Textzeile "Bloody Apple". Die Demonstranten legten zum Zeichen der Trauer für die Suizidopfer bei Foxconn weiße Blumen vor einem Apple-Shop des Händlers Studio A nieder. Debby Chan, einer der Sprecher der Protestierenden, forderte in einem Interview unabhängige Gewerkschaften bei dem Auftragshersteller. Apple solle die Arbeitsbedingungen bei seinen Auftragsherstellern genauer überprüfen, sagte Chan.

Auch in einem Vorort von Taipeh bei der Jahreshauptversammlung des Foxconn-Mutterkonzerns Hon Hai Precision Industry gab es Proteste. Die Lohnerhöhungen bei Foxconn in der letzten Woche seien überfällig gewesen. "Das schulden sie den Arbeitern", sagte Huang Hsiao-ling, Chef der Worker Injury Association der Nachrichtenagentur AFP.

"Ich denke, die Lohnerhöhung ist überzogen", sagte dagegen ein Aktionär der Agentur. "Ich fürchte, das treibt die Produktionskosten hoch und schadet dem Gewinn." Der Börsenwert des Konzerns sank in den letzten zwei Tagen um drei Milliarden US-Dollar.

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Zu der Suizidserie in dem Konzern sagte Konzernchef Terry Gou in Taipeh: "Wir müssen die zwölf Kreuze tragen, dazu gibt es keine Alternative." Foxconn wolle prüfen, einen Teil der Produktion in China in weitgehend automatisierte Fabriken in Taiwan zu verlagern, die Bettenhäuser der chinesischen Fabriken könnten dann in Verwaltung der dortigen Behörden gegeben werden.

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spanther 09. Jun 2010

Genau das ist der Punkt! :) Wenn die Reichen das Geld horten und es nicht mehr fließt...

d3wd 08. Jun 2010

Und differenzieren muss man da auch mal. Den ich glaub bereits meiner eigenen These...

Wikipedianer 08. Jun 2010

Quelle für diese Aussage? Ohne eine Quelle ist diese Aussage nämlich wertlos und taugt...

d3wd 08. Jun 2010

Heißt es nicht "Die Hand die einen füttert beißt man nicht." !? Ansonsten 100% ack. ~d3wd



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