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Dateisystem: ZFS als natives Modul für Linux verfügbar

Zusammen mit Oracle haben Entwickler am Lawrence Livermore National Laboratory ein natives Linux-Kernel-Modul für das Dateisystem ZFS entwickelt. Das gemeinsame Projekt soll langfristig das verteilte Dateisystem Lustre unter Linux auf dem ZFS-Dateisystem zur Verfügung stellen.
/ Jörg Thoma
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Das aktuell veröffentlichte Kernel-Modul(öffnet im neuen Fenster) für ZFS ist noch nicht einsetzbar, denn es fehlt die ZFS-Posix-Ebene (ZPL), über die das Betriebssystem mit dem Linux-Kernel Treiber kommuniziert. Gegenwärtig können ZFS-Dateisysteme damit nicht in das Dateisystem eingebunden werden. Die Entwickler arbeiten jedoch am ZPL, die auch die Verbindung zum Lustre-Dateisystem ermöglichen soll.

Das ZFS-Dateisystem ist eine Entwicklung von Sun Microsystems und kommt in den Betriebssystemen Opensolaris, Solaris und FreeBSD zum Einsatz. Es unterstützt Erweiterungen wie RAID-0, RAID-1, RAID-5 oder Logical Volumes und behält die Datenintegrität durch Checksummenprüfungen bei. ZFS kann Partitionen mit bis zu 16 EByte verwalten und bringt etliche Verwaltungswerkzeuge mit, etwa für Snapshots. ZFS steht unter der Sun-eigenen CDDL(öffnet im neuen Fenster) .

Die Betreuung des verteilten Dateisystems Lustre ging ebenfalls im Zuge der Übernahme von Sun an Oracle und wird auf zahlreichen Supercomputern als Dateisystem eingesetzt, etwa dem BlueGene/L am Lawrence Livermore National Laboratory. Lustre wurde für den Einsatz unter Linux entwickelt und steht unter der GPL(öffnet im neuen Fenster) .

GPL und CDDL sind in Teilen nicht kompatibel. Da der Linux-Kernel unter der GPL steht, ist das Ausliefern mit einem unter der CDDL stehenden nativen Moduls nicht zulässig. Bislang haben die Entwickler das Problem umgangen, indem sie den ZFS-Treiber in das Fuse-Framework integrierten. Die Fuse-Variante bringt aber erhebliche Leistungseinbußen mit sich.

Um die Lizenzproblematik zu umgehen, sehen die Entwickler des nativen Moduls gegenwärtig nur die Möglichkeit, den Quellcode anzubieten. Wer den Treiber einsetzen will, muss dann das Modul selbst kompilieren, damit dessen Einsatz legal ist. Die Entwickler am Lawrence Livermore National Laboratory haben Oracle gebeten, die ZFS-Lizenz zu ändern oder zu lockern, bislang ohne Erfolg.

Der native ZFS-Treiber kann bislang mit den Kernel-Versionen bis 2.6.32 verwendet werden.


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