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Bletchley Park

Archiv der britischen Kryptoanalytiker wird digitalisiert

Das Archiv der britischen Militärdienststelle in Bletchley Park wird digitalisiert und online zugänglich gemacht. Die dort arbeitenden Kryptoanalytiker, darunter Alan Turing, hatten im Zweiten Weltkrieg die deutsche Funkkommunikation entschlüsselt. Die Arbeit der Dienststelle war auch lange nach dem Krieg streng geheim.

Die Bletchley Park Stiftung will die Archive der ehemaligen Militärdienststelle Bletchley Park digitalisieren und online verfügbar machen, berichtet die BBC. Der Hardwarehersteller Hewlett-Packard (HP) unterstützt das Projekt, indem er Scanner zur Verfügung stellt.

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Deutsche Kommunikation entschlüsselt

Der Landsitz etwa 70 km nordöstlich von London war während des Zweiten Weltkrieges Sitz der Government Code and Cypher School. Aufgabe der dort ansässigen Kryptoanalytiker war die Entschlüsselung der deutschen Funkkommunikation, vor allem die Kommunikation der U-Boote, die mit der Rotorschlüsselmaschine Enigma verschlüsselt wurde.

Entscheidend an der Enigma-Dechiffrierung beteiligt war der Mathematiker Alan Turing. Unter anderem ersann Turing einen eigenen Computer, die sogenannte Turing-Bombe, um die mit der Enigma verschlüsselten Funksprüche zu knacken. Außerdem setzten die Kryptoanalytiker in Bletchley Park den frühen Computer Colossus zur Dechiffrierung ein. Die Arbeit in Bletchley unterlag strengster Geheimhaltung - auch noch lange nach Kriegsende: Bletchley Park und damit auch ein wichtiger Teil der Arbeit von Turing blieb bis in die 70er Jahre unter Verschluss.

HP spendet die nötige Hardware

Simon Greenish, Leiter des Bletchley Park Trust, wollte die Bestände der ehemaligen Militärdienststelle schon seit längerem digitalisieren und der Öffentlichkeit zugänglich machen. Bisher fehlte jedoch das Geld. Die Zusage von HP, dafür eine Reihe von Scannern zu spenden und technisches Personal zur Verfügung zu stellen, mache das jetzt möglich, sagte er. HP beziffert die Kosten auf mehrere zehntausend Euro.

Zu den gescannten Dokumenten gehören unter anderem Transkripte der deutschen Funksprüche, Berichte oder Fotos aus der Zeit des Krieges. Greenish rechnet damit, dass das gesamte Projekt etwa fünf Jahre in Anspruch nehmen wird. Erste Dokumente könnten aber schon früher online abrufbar sein. Ein Teil der Dokumente soll kostenlos sein, für andere sollen die Nutzer bezahlen.

Die Aufarbeitung der Archive könnte neue Erkenntnisse über den Zweiten Weltkrieg zutage fördern, sagte Greenish. Die Dokumente könnten beispielsweise die Rolle einiger neutraler Staaten in einem anderen Licht erscheinen lassen. So enthält das Archiv Dokumente, die darauf hinweisen, dass wirtschaftliche Verbindungen zwischen dem neutralen Spanien und den Achsenmächten existierten.


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Micha42 07. Jun 2010

Wenn es um die Enigma (Projekt "Ultra") sind die Englänger ohnehin Geschichtsumschreiber...

turingtest 07. Jun 2010

Ich habe es geahnt, er lebt!

( Alternativ... 07. Jun 2010

dh. inhaltlich richtige posts werden nur anerkannt wenn sie von jemandem mit...

wischiwaschi 07. Jun 2010

Naja, wenn man oben steht ist es recht angenehm :)

spawner 06. Jun 2010

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