Michael Dell: "Habe erwogen, die Firma in eigenen Besitz zu übernehmen"
Der Chef des Computerherstellers Michael Dell hat erwogen, das Unternehmen in den eigenen Besitz zu nehmen. Das sagte der Milliardär auf einer Investorenkonferenz von Sanford C. Bernstein in New York. Laut einem Bericht des Wall Street Journals antwortete Dell damit auf die Frage, ob die Umwandlung des Konzerns für ihn eine ernsthafte Option sei. Nachfragen, von welchen Faktoren dies abhängig sei, beantwortete Dell nicht. Ein Unternehmenssprecher lehnte einen Kommentar dazu ab.
Dell hat gegenwärtig eine Marktkapitalisierung von 27 Milliarden US-Dollar. Der Gründer und Vorstandsvorsitzenden Michael Dell hält einen Anteil von 11,7 Prozent der Aktien des Konzerns.
Dell bekräftigte, er sei absolut sicher, das Unternehmen "auch in absehbarer Zeit weiter selbst zu führen". Er hatte vor drei Jahren wieder selbst den Chefposten übernommen. Die über zehn Jahre andauernde Erfolgsperiode bis zum Jahr 2006 habe das Unternehmen selbstgefällig werden lassen, was die Probleme in den letzten Jahren verursacht habe, sagte Dell. Die eingeleitete Transformation sei zwar noch nicht abgeschlossen, es gebe aber einige sehr positive Anzeichen, was die Verschiebung des Geschäftsanteils hin zu Services und Lösungen für große Unternehmen anbelange, so Dell weiter. Der Stau im IT-Erneuerungskreislauf löse sich auf, und in den Schwellenländern zeige sich ein "enormes Wachstum". Der Computerkonzern befände sich "in einer erhöhten Wachstumsperiode, die hoffentlich noch einige Zeit anhält", sagte Dell.
Der Konzern verfügte Ende Januar 2010 über Finanzreserven in Höhe von 11,8 Milliarden US-Dollar. Damit würden die begonnenen Rückkäufe der Aktien fortgesetzt, sagte der Firmenchef.
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