Zum Hauptinhalt Zur Navigation Zur Suche

App Store: Apple verbannt Diashow-Software My Frame

My Frame heißt das jüngste Opfer von Apples restriktiver App-Store-Politik. Die bereits mehrfach von Apple geprüfte Diashow-Software für iPhone und iPad wurde aus dem App Store entfernt. Sämtliche Investitionen der Herstellerfirma in die Software sind damit verloren.
/ Ingo Pakalski
355 Kommentare Auf Google folgen (öffnet im neuen Fenster)

Das australische Softwareunternehmen Groundhog Software hat mit My Frame(öffnet im neuen Fenster) eine Diashow-Software für das iPhone entwickelt. Mittlerweile wurde die Software an das iPad angepasst und kann darauf bildschirmfüllend verwendet werden. Allerdings wurde das Produkt nun von Apple aus dem App Store entfernt.

In einem Blogbeitrag(öffnet im neuen Fenster) kritisiert ein Groundhog-Mitarbeiter die Hintergründe zu Apples Entscheidung. Noch Ende April 2010 verteidigte just dieser Mitarbeiter Apples restriktive App-Store-Politik(öffnet im neuen Fenster). Die aktuelle Entscheidung von Apple bleibt für den Groundhog-Mitarbeiter unverständlich. Denn Apple habe die Software aufgrund von Updates bereits dreimal geprüft und jeweils eine Freigabe für die Veröffentlichung im App Store erteilt.

Nach Ansicht von Apple handele es sich bei My Frame allerdings nicht um eine Diashow-Software, sondern um eine Applikation, die Widgets einbindet. My Frame kann unter anderem Twitter-Feed, Wetterinformationen und Geburtstagserinnerungen anzeigen. Damit ist die Software für Steve Jobs ein Desktopersatz und einen Desktopersatz erlaubt Apple weder auf dem iPhone noch auf dem iPad.

Apple ist ein Risiko für Entwickler

Der jüngste Vorfall im App Store zeigt abermals, dass Entwickler von iPhone- oder iPad-Applikationen vollständig von Apples Gnade abhängig sind. Groundhog hat nach eigenen Angaben viel Geld für die Entwicklung der Software investiert. Da der Hersteller das Produkt nun nicht mehr im App Store anbieten darf, können die Investitionen nicht mehr hereingeholt werden. Die Entscheidungen von Apple lassen vermuten, dass der Konzern die Tragweite solcher Entscheidungen gar nicht absieht.


Relevante Themen