Abo
  • Services:

Aufräumaktion

HDMI-Konsortium will Versionsnummern beseitigen

Die Versionsnummern des HDMI-Standards sind verwirrend. Das will das Konsortium hinter dem Standard ändern und sich künftig auf die Funktionen beschränken. Allerdings sorgen die Vielfalt der Marktteilnehmer und ihre unterschiedlichen Interessen für Probleme.

Artikel veröffentlicht am ,
Steve Venuti
Steve Venuti

Wer heute ein HDMI-Kabel kaufen möchte, hat vielleicht noch Versionsnummern im Kopf. Das soll sich in Zukunft ändern. Statt von einem HDMI-1.x-Kabel spricht der Handel jetzt von Kabeln unterschiedlicher Geschwindigkeitsklassen mit unterschiedlichen Funktionen und unterschiedlicher Robustheit. Diesen Plan - und wie er durchzusetzen ist - erläuterte Steve Venuti, Chef der HDMI Liceinsing LLC, auf einer Veranstaltung in Berlin. Hersteller, Handel und Presse sollen nach seinen Vorstellungen künftig auf die Angabe der HDMI-Versionsnummer bei Produkten verzichten.

  • Venuti erklärt den HDMI-Standard.
  • Die neuen Logos sind Pflicht auf Verpackungen. Es gibt sie als Rechtecke ...
  • ... oder als Kreise.
  • Kabelbeschriftungen
  • HDMI-Automotive-Szenario
Venuti erklärt den HDMI-Standard.
Stellenmarkt
  1. TEXAS INSTRUMENTS Deutschland GmbH, Freising
  2. KONZEPTUM GmbH, Koblenz

Insgesamt gibt es fünf verschiedene Kabeltypen: Standardkabel, die maximal 720p/1080i-Signale übertragen können, Standardkabel mit HDMI Ethernet Channel, kurz HEC, High-Speed-Kabel, die auch hohe Auflösungen bis hin zur sogenannten 4K-Aufkösung (4.096 x 2.160 Pixel) erreichen, High-Speed-Kabel mit HEC und schließlich für die Automobilindustrie robuste Standardkabel Automotive, die bei der Funktion identisch mit den Standardkabeln sind, aber keine Ethernet-Option bieten.

Kabel mit einer aufgedruckten HDMI-Version sind keine HDMI-Kabel

Um die neuen Bezeichnungen durchzusetzen, hat sich das HDMI-Konsortium auf Regeln festgelegt. Für Kabelproduzenten gelten sehr strenge Regeln. Sie müssen bereits jetzt die Ware korrekt auszeichnen, sowohl auf der Packung als auch das eigentliche Produkt, das Kabel. Ausnahmen gibt es nur für bereits produzierte Ware, die bis zum 18. November 2010 noch mit alter Beschriftung verkauft werden darf. Wer dagegen verstößt - und etwa HDMI 1.4a auf das Kabel schreibt und damit suggeriert, das Kabel sei 3D-fähig -, muss damit rechnen, dass die betroffenen Produkte vom Markt genommen werden.

Ein neu produziertes Kabel mit der Versionsnummer des Standards ist offiziell kein HDMI-Kabel mehr. Das hat einen guten Grund: Bereits alte High-Speed-HDMI-Kabel, die dem Standard 1.3 entsprechen, können außer Ethernet bereits alles, was auch moderne Kabel beherrschen. Das schließt die 3D-Fähigkeit von HDMI 1.4a genauso ein wie den Audiorückkanal (ARC), der bereits mit der Version 1.4 eingeführt wurde.

Dass für Ethernet ein neues Kabel benötigt wird, liegt daran, dass der Standard nun einen bisher ungenutzten Pin nutzt und dessen Leitung mit der Hot-Plug-Leitung verdrillt (Twisted Pair) wird. Alte Geräte stören diese Kabel nicht. Neue hingegen erkennen sie und legen neben dem Ethernet-Signal auch den Audiorückkanal (ARC) auf diese Leitungen.

Es bleibt kompliziert
Die Verwirrung verlagert sich aber durch den Verzicht auf die Versionsnummern nun auf die fünf verschiedenen Kabeltypen. So viele Kabeltypen wären eigentlich nicht notwendig. Das High-Speed-Kabel mit Ethernet ist beispielsweise auf der Funktionsseite auch für alle anderen Anwendungsbereiche geeignet. Egal ob für 3D, Audio Return Channel (ARC) oder 4K-Auflösungen. Die abgespeckten Kabel werden aber dennoch gebraucht. Für die langsamen Standardkabel gibt es beispielsweise noch eine Nachfrage in Schwellen- und Entwicklungsländern. Hier ist der geringe Unterschied bei den Produktionskosten noch entscheidend. Im Bereich der Automobilindustrie kommt hinzu, dass HDMI-Kabel und -Steckverbindungen robuster sein müssen, um den Temperaturschwankungen, Vibrationen und Störquellen zu widerstehen. Das Konsortium kann diese Kabeltypen also nicht einfach abschaffen. Diskutiert worden sei das aber durchaus, so Venuti.

Verwirrung könnte es außerdem bei den Buchsen des Standards geben. Hersteller von Endgeräten sind beispielsweise nicht verpflichtet, ihre Buchsen zu kennzeichnen. Laut Venuti liegt das vor allem an kulturellen Unterschieden der Hersteller. Einzelne Elektronikgiganten - Namen wurden nicht genannt - ließen sich ungern etwas vorschreiben und pochten auf eine freiwillige Vereinbarung. Es ist allerdings davon auszugehen, dass die Hersteller der Empfehlung folgen werden und beispielsweise ARC+HEC für den Audiorückkanal und die Netzwerkfähigkeit über die Buchse platzieren.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de
  2. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

nemesis 08. Jun 2010

zustimm Wennst glück hast, gibts dann OLED (nicht nur Hintergrundbeleuchtung mit LEDs...

OnkelvonHof 03. Jun 2010

Planet der Klone http://www.youtube.com/watch?v=iNOm2NTf0lE

amp amp nico 03. Jun 2010

Der Aufschrei vor Freude, den die Contentmafia loslassen würde, wäre wohl noch auf dem...

sparvar 02. Jun 2010

:)

Anonymer Nutzer 02. Jun 2010

... und damit eindeutig. Im Zweifel mache ich keinen Fehler eine Kabel zu kaufen, welches...


Folgen Sie uns
       


Pathfinder Kingmaker - Golem.de live (Teil 1)

Im ersten Teil unseres Livestreams zu Pathfinder Kingmaker ergründen wir das Regelsystem, erschaffen Goleria Golerta und verteidigen unsere Burg.

Pathfinder Kingmaker - Golem.de live (Teil 1) Video aufrufen
Battlefield 5 im Test: Klasse Kämpfe unter Freunden
Battlefield 5 im Test
Klasse Kämpfe unter Freunden

Umgebungen und Szenario erinnern an frühere Serienteile, das Sammeln von Ausrüstung motiviert langfristig, viele Gebiete sind zerstörbar: Battlefield 5 setzt auf Multiplayermatches für erfahrene Squads. Wer lange genug kämpft, findet schon vor der Erweiterung Firestorm ein bisschen Battle Royale.

  1. Dice Raytracing-Systemanforderungen für Battlefield 5 erschienen
  2. Dice Zusatzinhalte für Battlefield 5 vorgestellt
  3. Battle Royale Battlefield 5 schickt 64 Spieler in Feuerring

Amazons Echo Show (2018) im Test: Auf keinem anderen Echo-Gerät macht Alexa so viel Freude
Amazons Echo Show (2018) im Test
Auf keinem anderen Echo-Gerät macht Alexa so viel Freude

Die zweite Generation des Echo Show ist da. Amazon hat viele Kritikpunkte am ersten Modell beseitigt. Der Neuling hat ein größeres Display als das Vorgängermodell und das sorgt für mehr Freude bei der Benutzung. Trotz vieler Verbesserungen ist nicht alles daran perfekt.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Update für Alexa-Display im Hands on Browser macht den Echo Show viel nützlicher
  2. Amazon Echo Show mit Browser, Skype und großem Display

Mobile-Games-Auslese: Tinder auf dem Eisernen Thron - für unterwegs
Mobile-Games-Auslese
Tinder auf dem Eisernen Thron - für unterwegs

Fantasy-Fanservice mit dem gelungenen Reigns - Game of Thrones, Musikpuzzles in Eloh und Gehirnjogging in Euclidean Skies: Die neuen Mobile Games für iOS und Android bieten Spaß für jeden Geschmack.
Von Rainer Sigl

  1. Mobile Gaming Microsoft Research stellt Gamepads für das Smartphone vor
  2. Mobile-Games-Auslese Bezahlbare Drachen und dicke Bären
  3. Mobile-Games-Auslese Städtebau und Lebenssimulation für unterwegs

    •  /