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Videoüberwachung: Wenn die Überwachungskamera Notizen macht

Eine von US-Wissenschaftlern entwickelte Software kann Videos analysieren und beschreiben, was auf den Bildern zu sehen ist. Die Software lässt sich für Überwachungssysteme nutzen, aber auch zur Videosuche.
/ Werner Pluta
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Eine Kamera, die das, was sie aufnimmt, auch gleich protokolliert, haben Wissenschaftler der Universität des US-Bundesstaates Kalifornien in Los Angeles (UCLA) zusammen mit dem US-Softwareunternehmen Objectvideo entwickelt, berichtet das US-Wissenschaftsmagazin Technology Review(öffnet im neuen Fenster) . Das System analysiert ein Video, erkennt das darauf Abgebildete und listet es in Sprachform auf.

Bilder beschreiben

Bild zu Text (Image to Text, I2T) nennen die Wissenschaftler um den UCLA-Informatiker Song-Chun Zhu ihr System. Es zerlegt zunächst das Bild in Hintergrund und Objekte wie Fahrzeuge, Bäume oder Menschen. Diese kann das System noch einmal einzeln erfassen, also die Gliedmaßen eines Menschen oder die Räder eines Autos.

Als Nächstes analysiert das System diese Objekte. Dazu gleicht es die Bilder mit einer Datenbank ab, in der etwa zwei Millionen Bilder von Objekten gespeichert sind. Dann liefert es die Beschreibung des Bildes. Um die Datenbank mit den Bildern aufzubauen, hat Zhu 2005 ein Institut in China gegründet. Das wiederum engagierte eine Reihe von Kunststudenten, die die Bilder mit Beschreibungen versahen.

Bewegungen erkennen

Das System erkennt zudem Bewegungen und notiert diese, etwa wenn ein Auto durch die Szenerie fährt. Manchmal, so Zhu, erkenne es sogar, wenn ein Auto oder ein anderes Objekt nach einer Weile wieder ins Bild komme.

Zhu und seine Kollegen haben das I2T-System zusammen mit dem Unternehmen Objectvideo anhand eines Videoüberwachungssystems getestet. I2T könnte aber auch für die Suche in Videoangeboten wie Youtube eingesetzt werden, sagt Zhu.


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