Intel-Prozessoren für Netbooks

Neue Atoms brauchen 1 Watt mehr

Die neuen Atom-CPUs N455 und N475 sind stromhungriger als ihre Vorgänger. Zwar unterstützen sie auch DDR3, was eigentlich sparsamer ist, die TDP der neuen Prozessoren gibt Intel aber mit 1 Watt mehr als bei den Atoms an, die nur DDR2-Speicher ansprechen können.

Artikel veröffentlicht am ,
Intel-Prozessoren für Netbooks: Neue Atoms brauchen 1 Watt mehr

Intel Deutschland bestätigte Golem.de, dass die TDP für die beiden neuen Atoms bei 6,5 Watt liegt. Ihre Pendants, die bis auf die Beschränkung auf DDR2-Speicher identisch sind, standen bisher in Intels Datenblättern mit 5,5 Watt TDP. Eine Erklärung dafür gibt es bisher nicht - vermutlich ist der neue Speichercontroller für die erhöhte Leistungsaufnahme verantwortlich.

Prozessor Takt Kerne / Threads L2-Cache Speicher TDP OEM-Preis (US-Dollar)
Atom N450 1,66 GHz 1 / 2 512 KByte DDR2 5,5 Watt 64$
Atom N455 1,66 GHz 1 / 2 512 KByte DDR2/3 6,5 Watt 64$
Atom N470 1,83 GHz 1 / 2 512 KByte DDR2 6,5 Watt 75$
Atom N475 1,83 GHz 1 / 2 512 KByte DDR2/3 6,5 Watt 75$
Aktuelle Netbook-Atoms, Quelle: Intel Deutschland
Stellenmarkt
  1. Product Owner (m/w/d)
    Bike Mobility Services GmbH, Cloppenburg
  2. Betreuungsingenieur (w/m/d) OT-Sicherheit
    Wacker Chemie AG, Burghausen
Detailsuche


Damit egalisiert sich der theoretische Vorteil der neuen Speicherart. Auf dem Papier sehen die Spezifikationen der JEDEC für DDR2 maximal 1,8 Volt vor, für DDR3 gelten 1,5 Volt. In der Praxis geben die Hersteller von SO-DIMMs mit 1 und 2 GByte, wie sie für Netbooks üblich sind, aber für ihre Module in beiden Bauformen Leistungsaufnahmen von unter 1 Watt an. Da Netbooks mit den neuen Prozessoren noch nicht verfügbar sind, lässt sich auch nicht überprüfen, ob die Art des Speichers einen Einfluss auf die Laufzeit hat, oder ob die neuen Atoms stets mehr Leistung aufnehmen als ihre Vorgänger.

Um die niedrigen Preise von Netbooks stabil zu halten, sind die beiden neuen Prozessoren für die Hersteller aber dringend nötig: DDR2-Speicher ist in den letzten Monaten kontinuierlich teurer als DDR3-SDRAM geworden, weil nahezu alle neuen PCs mit der moderneren Speicherform ausgestattet sind und die Nachfrage nach DDR2 sinkt. Vorteile in der Rechenleistung sind durch den neuen Speicher für Atoms auch nicht zu erwarten, bei beiden Versionen der Atoms werden maximal effektiv 667 MHz Takt für die Speichermodule unterstützt.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Dorsai! 02. Jun 2010

Sehr elegant formuliert ;-) Zum ersten Mal verstehe ich Angebot und Nachfrage wirklich...

öbb 02. Jun 2010

afaik sind die 5,5w tdp des atoms inkl. chipsatz und sogar grafik, wenn ich mich nicht...

Tantalus 02. Jun 2010

Dazu kommt noch, dass in erster Linie die (teureren) Markenhersteller weiterhin die...

boar wie armselig 02. Jun 2010

Danke an Basan für die Bestätigung. Wenn man zwei verschiedene (so habe ich es...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Eichrechtsverstoß
Tesla betreibt gut 1.800 Supercharger in Deutschland illegal

Teslas Supercharger in Deutschland sind wie viele andere Ladesäulen nicht gesetzeskonform. Der Staat lässt die Anbieter gewähren.

Eichrechtsverstoß: Tesla betreibt gut 1.800 Supercharger in Deutschland illegal
Artikel
  1. Bitblaze Titan samt Baikal-M: Russischer Laptop mit russischem Chip ist fast fertig
    Bitblaze Titan samt Baikal-M
    Russischer Laptop mit russischem Chip ist fast fertig

    Ein 15-Zöller mit ARM-Prozessor: Der Bitblaze Titan soll sich für Office und Youtube eignen, die Akkulaufzeit aber ist fast schon miserabel.

  2. THQ Nordic: Alone in the Dark bietet neuen Horror
    THQ Nordic
    Alone in the Dark bietet neuen Horror

    Rund 30 Jahre nach dem ersten Alone in the Dark soll es frischen Grusel im Herrenhaus Derceto Manor geben - und altbekannte Hauptfiguren.

  3. Maschinelles Lernen und Autounfälle: Es muss nicht immer Deep Learning sein
    Maschinelles Lernen und Autounfälle
    Es muss nicht immer Deep Learning sein

    Nicht nur das autonome Fahren, sondern auch die Fahrzeugsicherheit könnte von KI profitieren - nur ist Deep Learning nicht unbedingt der richtige Ansatz dafür.
    Von Andreas Meier

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Günstig wie nie: Palit RTX 3080 Ti 1.099€, Samsung SSD 2TB m. Kühlkörper (PS5) 219,99€, Samsung Neo QLED TV (2022) 50" 1.139€, AVM Fritz-Box • Asus: Bis 840€ Cashback • MindStar (MSI RTX 3090 Ti 1.299€, AMD Ryzen 7 5800X 288€) • Microsoft Controller (Xbox&PC) 48,99€ [Werbung]
    •  /