Linux-Kernel: Erste Vorabversion 2.6.35rc1 schließt Merge-Fenster
Mit den beiden Änderungen Receive Packet Steering(öffnet im neuen Fenster) und Receive Flow Steering(öffnet im neuen Fenster), die von Google-Entwickler Tom Herbert eingereicht wurden, soll das Netzwerksubsystem Datenpakete besser auf CPUs verteilen und damit die Latenzzeiten verringern und den Datendurchsatz erhöhen.
Eine weitere Neuerung ist die Defragmentierung des Arbeitsspeichers durch den Linux-Kernel. Damit sollen größere Speicherbereiche freigeschaufelt werden und für entsprechende Speicher-Pages bereitgestellt werden können.
Für Grafikkarten mit Radeon-Chipsätzen haben die Entwickler Patches an den KMS-Treibern eingereicht, die Stromsparmaßnahmen der Chips unterstützen – unter anderem auch für Grafikchips auf mobilen Geräten. Gleichzeitig kann mit dem Grafiktreiber für Intel-Chipsätze Videobeschleunigung für H.264-codierte Videos verwendet werden.
Weitere Änderungen wurden an den Dateisystemen Ext4 und Btrfs vorgenommen. Btrfs wird weiterhin als experimentell eingestuft. Das Videosubsystem Video4Linux2(öffnet im neuen Fenster) erhält eine neue Infrastruktur: Mit Memory-To-Memory können Geräte Videoframes von einem Speichersegment in ein anderes verschieben, was die Verwendung von In-Chip-Videobearbeitungsfunktionen beschleunigen soll. Gleichzeitig erhält Video4Linux2 ein neues Framework für Infrarotempfänger.
Die endgültige Version des neuen Linux-Kernels soll in etwa zehn Wochen erscheinen und wird voraussichtlich in Linux-Distributionen integriert, die im Herbst 2010 veröffentlicht werden, etwa Ubuntu 10.10. Eine vollständige Liste aller Änderungen ist in einem Changelog(öffnet im neuen Fenster) vermerkt.
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