Knights Corner: Intels Larrabee wird zum Supercomputer
Intels Larrabee wird in Zukunft im Bereich High-Performance-Computing eingesetzt. Auf der International Supercomputing Conference ISC10 in Hamburg präsentierte Intel eine 32-Kern-Architektur im Prototypstadium, die vom Larrabee-Projekt abstammt. Larrabee war der Codename für eine geplante Grafikkarte auf der Basis vieler x86-Kerne, die Intel allerdings abgekündigt hat. Die Verwandtschaft war der PCIe-Karte anzusehen, immerhin hatte der Prototyp sogar drei Grafikkartenanschlüsse, die laut Intel aber verschwinden sollen.

Der Prototyp ist die Einleitung eines neuen Produkts bei Intel. Intel kombiniert Larrabee mit dem Wissen aus einem alten 80-Kern-Prototyp und Intels Singlechip Cloud Computing, um dann Knights Corner auf den Markt zu bringen. Intel nennt dies "Many Integrated Core Architecture" (MIC). Diese PCIe-Karte wird dann mindestens 50 Kerne besitzen und im 22-nm-Prozess gefertigt. Intel will so beweisen, dass Moore's Law weiterhin gilt. Die PCIe-Karten werden zudem laut Intel keine spezielle Stromversorgung brauchen und sich innerhalb der Grenzen des PCIe-Standards bewegen. Dieser sieht 75 Watt über den Slot vor. Das verspricht eine hohe Effizienz und Packungsdichte für entsprechende Hardwareprojekte.
Wann die ersten Karten ausgeliefert werden, hat Intel noch nicht verraten. Erste Entwicklungskits mit dem Namen Knights Ferry sind aber schon unterwegs. Das europäische Kernforschungszentrum Cern(öffnet im neuen Fenster) nutzt diese bereits und bekräftigte auf der ISC Intels Behauptung, dass der Umstieg von traditionellen Mehrkernarchitekturen auf Knights Corner für Programmierer mit wenig Aufwand verbunden ist. In den Entwicklungskits steckt aber noch keine fertige MIC. Stattdessen müssen die Entwickler auf einem Xeon und der Karte mit 32-Kernen üben.
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