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Spieletest UFC Undisputed 2010: Kämpfen bis aufs Blut

Im deutschen Fernsehen verboten, auf Konsole für Erwachsene erlaubt: Mit UFC Undisputed 2010 bringt THQ das Spiel zur ebenso populären wie umstrittenen Kamfsportserie auf Playstation 3 und Xbox 360.
/ Thorsten Wiesner
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Ultimate Fighting Championship als "umstritten" zu bezeichnen ist noch eine Verniedlichung: Für die einen ist der aus den USA stammende Verband UFC – womit umgangssprachlich meist auch der "Sport" an sich gemeint ist – ein besonders harter Wettkampf, für andere eine widerliche Prügelei. In den USA, Australien und Großbritannien sorgt die UFC für traumhafte Einschaltquoten und gigantische Merchandise-Umsätze, auch die von THQ programmierte Spielereihe verkauft sich dort prächtig. In Deutschland wurde die Ausstrahlung der Kämpfe im März 2010 vom Fernsehausschuss der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien (BLM) verboten – unter anderem auf Grund der Tatsache, dass auch auf am Boden liegende Kontrahenten noch eingeschlagen wird.

UFC Undisputed 2010 – Eindrücke von Golem.de
UFC Undisputed 2010 – Eindrücke von Golem.de (05:04)

Das Regelwerk der UFC ist durchaus komplex, die Kämpfe setzen nicht auf unkontrolliertes und brutales Attackieren ohne jede Vorschrift. Stattdessen werden hier mehrere Kampfsportarten kombiniert – die UFC ist eine sogenannte Mixed-Martial-Arts-Organisation. Das Computerspiel folgt originalgetreu der TV-Inszenierung der Reihe. Wer bereits einen Kampf der Serie erlebt hat, wird viele bekannte Elemente wiedererkennen.

Das beginnt bei den über 100 offiziellen Kämpfern, die ins Spiel integriert wurden, betrifft aber auch die realen Schauplätze für die Kämpfe im Achteck-Ring, die Kommentatoren und die leicht bekleideten Damen, die vor den Kämpfen die Runde anzeigen.

An Härte nicht gespart

Als Modi werden einzelne (Online)-Kämpfe und Turniere, vor allem aber ein Karrieremodus angeboten. Der beginnt mit einem recht komplexen Editor, in dem Computerspieler zunächst den eigenen Recken basteln: Größe, Breite und Gewicht, aber auch diverse optische Verschönerungen können vorgenommen werden. Anschließend werden Schritt für Schritt die einzelnen Schwerpunkte trainiert, um aus dem Amateurkämpfer einen Profi zu machen.

Es gibt unter anderem Boxhiebe, Karatemanöver und Ringergriffe: Die Steuerung ist komplex, aber beherrschbar. Tritte, Schläge, Konter und Ausweichmanöver, aber auch komplexe Spezialangriffe gehen nach einiger Zeit gut von der Hand. Auch das Gerangel am Boden – eine der großen Schwächen des Vorgängers – wurde überarbeitet, so dass nun mit ein bisschen Feingefühl am Stick gelungene Attacken gegeben sind, aber auch Drehungen, Positionswechsel und die Möglichkeit, sich aus fast aussichtsloser Lage zu befreien.

Wie im Vorbild wird an Härte allerdings nicht gespart: Tritte unter die Gürtellinie, direkte Faustschläge ins Gesicht – auch bei einem am Boden liegenden Kontrahenten – und mächtige KO-Treffer sind möglich. Das Blut spritzt dazu passend – wenn auch mit technisch schwacher Grafik – im Ring herum. Der Titel hat sich seine USK-18-Freigabe redlich verdient.

Optisch ist UFC Undisputed 2010 sonst über weite Strecken gelungen: Die Gestaltung und Animation der Kämpfer etwa kann durchaus mit Fight Night 4 von EA mithalten. Einzig Ring und Arenen hätten noch ein paar Details mehr vertragen können.

UFC Undisputed 2010 ist für Playstation 3, Xbox 360 sowie PSP erhältlich und kostet 60 beziehungsweise 50 Euro (PSP).

Fazit

Brutal, aber nicht hirnlos: UFC Undisputed 2010 geizt nicht mit Aggression und Blut, verlangt vom Spieler aber den gekonnten Umgang mit Stick und Buttons, bevor aus dem eigenen Amateurkämpfer ein echter UFC-Champion wird. Präsentation, Bedienung und Umfang überzeugen. Anhänger dieser Kampfsportserie sind mit dem Spiel bestens bedient.


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