Foxconn: Konzernführung schweigt zu Brand in einer Fabrik in Shenzhen

Am Wochenende ist in einer Foxconn-Fabrik in Shenzhen ein Feuer ausgebrochen. Wie die Tageszeitung South China Morning Post(öffnet im neuen Fenster) berichtet, sahen Reporter mehrere Löschfahrzeuge bei einer Halle im Einsatz, in der Computer montiert werden. Sicherheitskräfte bestätigten, dass ein Brand ausgebrochen sei. Den Medienvertretern wurde nicht gestattet, das Werksgelände zu betreten.
Gründe für den Ausbruch des Feuers waren zuerst nicht bekannt. Der Brand konnte in einer halben Stunde gelöscht werden, da es zugleich stark regnete, hieß es. Die in Hongkong erscheinende Zeitung The Standard(öffnet im neuen Fenster) berichtet, der Brand sei durch einen Kurzschluss entstanden. Zuletzt brannte es im April 2009 in einer Foxconn-Fabrik in Shenzhen.
Gerüchten zufolge sollen etwa zwölf Arbeiter verletzt worden sein. Sie seien auf dem Werksgelände behandelt worden, weil die Konzernleitung weitere Negativschlagszeilen über die Arbeitsbedingungen vermeiden wollte. Die Konzernleitung gab keinen Kommentar ab. Die staatliche chinesische Presse berichtete nicht über den Vorfall.
Foxconn ist Auftragshersteller für Amazon, Apple, Dell, Hewlett-Packard, Intel, Microsoft, Nintendo und Sony. Seit Jahresbeginn gab es zehn Selbsttötungen bei Arbeitern der Fabrik. Drei weitere Menschen wurden nach Suizidversuchen gerettet. Ein Foxconn-Sprecher kündigte in der letzten Woche an, die Löhne der Arbeiter um 20 Prozent zu erhöhen. Foxconn ist ein taiwanischer Konzern, der in seinen circa 20 Fabriken in China 800.000 Menschen beschäftigt. Hon Hai Precision Industry ist der Mutterkonzern von Foxconn.