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LTE: E-Plus sieht Konkurrenz unter Druck

Die E-Plus-Mutter KPN hatte den Netzbetreiber bei der 4G-Frequenzauktion im 800-Megahertz-Bereich in Deutschland nicht zum Zuge kommen lassen. Doch die Konkurrenz habe dabei so viel ausgegeben, dass sie auf dem Lande mit E-Plus zusammenarbeiten müsse, tröstet sich der E-Plus-Chef.
/ Achim Sawall
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Thorsten Dirks
Thorsten Dirks

Die Konkurrenten von E-Plus haben bei der am 21. Mai 2010 beendeten Mobilfunkauktion so viel ausgegeben, dass sie jetzt auf Kooperationen mit dem Unternehmen angewiesen sind. "Rivalen zahlen dafür Milliarden, die sie wieder reinholen müssen. Alle drei haben deshalb von sich aus signalisiert, dass sie mit uns über eine Netzkooperation reden wollen", sagte E-Plus-Chef Thorsten Dirks dem Magazin Focus(öffnet im neuen Fenster). Das Tochterunternehmen des niederländischen Telekommunikationskonzerns KPN sieht sich deshalb als "wahren Gewinner" der Versteigerung. "Es ist Blödsinn, dass wir angeblich zum City-Anbieter werden", sagte Dirks.

Vodafone hatte zwölf Frequenzblöcke für 1,42 Milliarden Euro ersteigert, O2 erhält elf Blöcke für 1,37 Milliarden Euro. Weitere zehn Blöcke gehen für 1,29 Milliarden Euro an die Telekom. E-Plus erhielt nur acht Blöcke für 283,64 Millionen Euro, keiner davon ist im Bereich von 800 Megahertz. Die Funkwellen in dem Bereich strahlen besonders weit.

KPN wollte bei der 4G-Auktion nicht mehr als 500 Millionen Euro für ein 800-Megahertz-Paket ausgeben, weshalb die Konkurrenten sich bei dem Bieterwettstreit um die sechs Pakete der sogenannten digitalen Dividende durchsetzen konnten. E-Plus dürfte es nun schwerfallen, deutschlandweit ohne Partner sehr schnelle, mobile Datendienste anzubieten.

E-Plus war beim Datennetzwerkausbau lange sehr vorsichtig. Wer sein Netz mit viel Aufwand für schnelle Datenübertragung aufrüste, laufe Gefahr, die Kosten nicht wieder hereinzuholen. "Die meisten Mobilfunknutzer benötigen gar keine schnelle Datenverbindung", sagte Dirks im Oktober 2008.


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