Pornografie: Südafrikanisches Ministerium plant Internetsperren
Malusi Gigaba, der stellvertretende Innenminister Südafrikas, plant ein Verbot von Pornografie im Internet. Ein entsprechendes Gesetz ist bereits in Vorbereitung. Das Verbot der digitalen Verbreitung von Pornografie soll mit Internetsperren bei den Providern umgesetzt werden. Auch auf Mobiltelefonen und im Fernsehen soll Pornografie mit dem Gesetz verboten werden.
"Autos sind bereits mit Bremsen und Sicherheitsgurten versehen. Es gibt keinen Grund, warum Internetzugänge bereitgestellt werden sollten, ohne die vorgesehenen notwendigen restriktiven Mechanismen zu nutzen", sagte Gigaba der BBC(öffnet im neuen Fenster). Kinderpornografie ist in Südafrika verboten.
In einer Stellungnahme des Innenministeriums(öffnet im neuen Fenster) zu dem Gesetzesvorhaben wird angeführt, dass die Vereinigten Arabischen Emirate und Jemen bereits erfolgreich Internetsperren gegen Pornografie eingeführt hätten, während Australien und Neuseeland derzeit ähnliche Maßnahmen planten.
Graham Cluley, Senior Technology Consultant und Sprecher des Sicherheitsunternehmens Sophos, sagte der BBC: "Es ist sehr verwunderlich, dass ein demokratisches Land wie Südafrika ein solches System errichten will, obwohl der Staat die Telekommunikation nicht total kontrolliert." Auch wenn dies vielleicht in bester Absicht geschehe, sei der Plan "total verrückt".
Der südafrikanische Fernsehsender E.TV sendet seit 2002 Softsexfilme aus der Emmanuelle-Reihe und ähnlichen Content im Spätprogramm. Multichoice wollte 2010 in seinem Satellitenprogramm DStv einen Pornokanal starten. Der Bezahlfernsehbetreiber musste den Plan im März 2010 nach Beschwerden jedoch zurücknehmen(öffnet im neuen Fenster).
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