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Offene Multiplikatoren: Intels Übertakter-CPUs werden billiger (Update)

Offene Multiplikatoren

Intels Übertakter-CPUs werden billiger (Update)

Bereits ab rund 200 Euro darf der Anwender auch Intel-Prozessoren besonders einfach übertakten. Statt der sehr teuren Extreme Editions gibt es eine neue CPU-Serie, bei der sich der Multiplikator frei einstellen lässt. Den Anfang machen ein Dual- und ein Quad-Core.

Gerüchte über die 'K-CPUs' von Intel, die so nach der Namenserweiterung in der Modellnummer bezeichnet werden, gab es schon seit Monaten. Der Chiphersteller hat sich die Vorstellung der neuen Produkte aber für den jetzt günstigen Zeitpunkt vorbehalten: AMDs Phenom II X6, der ebenfalls recht günstig ist, sorgt für Furore, und in der kommenden Woche startet die Computex in Taiwan.

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Bisher sah Intel innerhalb einer Produktlinie meist nur einen Prozessor vor, bei dem sich der Multiplikator einstellen lässt, was Übertaktungen besonders einfach macht. Diese "Extreme Editions" waren aber stets sehr teuer. Seit mit der Nehalem-Architektur und deren Core-i-Prozessoren der Speichercontroller - und inzwischen auch die Grafik - in der CPU sitzen, ist eine Erhöhung des externen Taktes besonders riskant. Vor allem der integrierte Speichercontroller macht hohe Übertaktungen ohne extreme Kühlungen nur selten mit. Gleiches gilt für den PCIe-Root-Complex, den die neueren Nehalems bieten.

  • Daten aller ungelockten Core-i-CPUs
  • Übertaktungsmöglichkeiten des 875K
  • 'Unlocked' als neues Packungsdesign
  • Von Intel empfohlene Mainboards für die K-CPUs
Daten aller ungelockten Core-i-CPUs

Da Overclocking, auch getrieben von Wettbewerben der Hardwarehersteller, aber immer beliebter wird und AMD zahlreiche "Black Editions" an allen Preispunkten anbietet, muss Intel nun seine seit 2003 strikte Modellpolitik der Extreme Editions aufgeben. Die K-CPUs bieten wie ihre großen Brüder einen offenen Multiplikator, zudem lassen sich auch Takt und Spannung für den Speichercontroller sowie die Cores einstellen. Das muss das jeweilige Mainboard aber unterstützen, so dass wie bei jeder neuen CPU ein BIOS-Update notwendig wird.

'Unlocked' als neues Packungsdesign
'Unlocked' als neues Packungsdesign
Am günstigsten gibt es einen "ungelockten" Intel-Prozessor mit dem Core i5-655K, der für OEMs ab 216 US-Dollar zu haben ist. Seine Spezifikationen mit 3,2 bis 3,46 GHz per Turbo-Boost und 73 Watt TDP entsprechen dem schon länger erhältlichen Core i5-650 mit Clarkdale-Kern. Diese Linie besitzt zwei Kerne, die per Hyperthreading vier Threads verarbeiten können. Sie ist nicht mit den echten Quad-Cores der Serie Core i5-700 zu verwechseln, bei diesen hat Intel aber das Hyperthreading abgeschaltet, so dass sie auch mit vier Threads zurechtkommen.

Ausstattung des 875K
Ausstattung des 875K
Für 342 US-Dollar Richtpreis gibt es den Core i7-875K, einen nativen Quad-Core, mit dem Lynnfield-Kern. Seine 2,93 bis 3,6 GHz entsprechen dem Core i7-870, welcher derzeit noch zu Preisen von deutlich über 400 Euro erhältlich ist - er dürfte bald billiger werden. In Intels offizieller Preisliste steht der 870 noch mit 562 US-Dollar. Die Serie Core i7-800 bietet keinen integrierten Grafikkern, so dass bei einem Neusystem stets auch die Grafikkarte einzukalkulieren ist. Dafür ist gerade diese Serie bei Performance und Leistungsaufnahme besonders günstig.

Intel bietet die K-Prozessoren offiziell nur als Boxed-Produkte. Anders als bei bisherigen Boxed-CPUs liefert Intel bei den beiden neuen Modellen keinen Kühler mit. Das schwarze Packungsdesign der Extreme-Editions bietet die K-Serie jedoch nicht, dafür prangt ein "Unlocked" auf der Schachtel. Zu teils sehr abweichenden Preisen werden die beiden neuen CPUs bei deutschen Versendern bereits gelistet, lieferbar sind sie jedoch noch nicht. Laut Intel werden sie aber an die Distributoren verschickt.

Nachtrag vom 28. Mai 2010, um 14:15 Uhr:
Anders als ursprünglich gemeldet, wird bei den beiden neuen Prozessoren kein Kühler mitgeliefert, die Meldung wurde entsprechend geändert. Intel Deutschland bestätigte das Fehlen des Kühlers auf Anfrage von Golem.de. Andere Boxed-Prozessoren von Intel werden weiterhin mit Kühlkörper, Lüfter und Wärmeleitmaterial geliefert.


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ThirdLife 30. Aug 2010

In nahezu jedem Bench zieht der 875 dem 1090er davon. Einzig im Cinebench kann er...

ThirdLife 30. Aug 2010

@Fred_EM "Das System muss sofort und unmittelbar reagieren, egal ob da in den 25 offenen...

Neutronium 28. Mai 2010

Intel sortiert und testet durchaus, aber da geht es u.a. darum, dass bestimmte...

Xstream 28. Mai 2010

hätte gerne einen 860s mit offenem multi, schade



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