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Suizide bei Foxconn: Lohnerhöhung um 20 Prozent angekündigt

Foxconn will die Löhne erhöhen, weil der öffentliche Druck nach einer Reihe von Suiziden in den Fabriken zunimmt. Doch die Lohnerhöhung bleibt weit unter den Forderungen derer, die sich in China für Arbeiterrechte einsetzen.
/ Achim Sawall
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Abbildung aus einem Apple-Report
Abbildung aus einem Apple-Report

Foxconn will die Löhne seiner Arbeiter um 20 Prozent erhöhen, um die Selbstmordserie in den Fabriken des Auftragsherstellers in China zu beenden. Foxconn ist ein taiwanischer Konzern, der in seinen circa 20 Fabriken in China 800.000 Menschen beschäftigt. "Die Erhöhung wird je nach Standort unterschiedlich ausfallen, im Durchschnitt aber 20 Prozent betragen", sagte Edmund Ding, Vice President und Sprecher von Hon Hai Precision Industry des Mutterkonzerns von Foxconn, der britischen Financial Times(öffnet im neuen Fenster).

Vincent Chen, Analyst bei den Investmentbankern Yuanta Securities in Taipeh, hat errechnet(öffnet im neuen Fenster), dass die Löhne nur circa 2 Prozent der operativen Kosten von Foxconn ausmachen.

Organisationen, die sich für die Rechte der Fabrikarbeiter einsetzen, haben eine Erhöhung von 50 Prozent gefordert, damit die Löhne auch ohne ständige Überstunden zum Leben reichen. Arbeiter in der Longhua-Fabrik von Foxconn verdienen laut South China Morning Post(öffnet im neuen Fenster) den Mindestlohn von 900 Yuan (106 Euro) im Monat. Mit Überstunden, die von der Firmenleitung gefordert werden, kommen sie mit Zwölf-Stunden-Schichten und einer Sechs-Tage-Woche auf 2.000 Yuan (235 Euro) im Monat.

Gestern gab es einen weiteren Suizidversuch eines 25-jährigen Arbeiters bei Foxconn, der sich die Pulsadern aufgeschnitten hatte. Er konnte jedoch gerettet werden. Damit gab es im Jahr 2010 zehn Suizide und drei Suizidversuche bei Foxconn.

Gegen eine kleine Gruppe von Protestierenden vor dem Foxconn-Firmengelände in Taipeh wurde am morgen des 28. Mai 2010 eine Polizeikette gebildet. Foxconn ist Auftragshersteller für Amazon, Apple, Dell, Hewlett-Packard, Intel, Microsoft, Nintendo und Sony.


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