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Elektroauto Hiriko: Zum Parken zusammenfalten

Das Hiriko Citycar ist ein innovatives Elektroauto für die Stadt. Es ist klein und wendig und kann zum Parken auf 1,5 m Länge gefaltet werden. In eine normale Parklücke passen dann drei gefaltet Hirikos.
/ Werner Pluta
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Wer in der Stadt parken will, muss oft lange kreisen, bis er einen Platz findet, wo er sein Auto abstellen kann. Bei der Suche sind besonders die Lücken ärgerlich, in die das Auto gerade eben nicht hineinpasst. Das Hiriko Citycar soll hier Abhilfe schaffen: Das ohnehin schon kleine Elektroauto kann zum Parken auf kompakte 1,5 m zusammengeschoben werden.

Ein Pkw oder drei Hirikos

Hiriko(öffnet im neuen Fenster) ist ein Konzeptfahrzeug für den Stadtverkehr der Zukunft. Der Zweisitzer ist mit seinen 2,50 m deutlich kürzer als ein normales Auto. Durch einen besonderen Mechanismus kann das Auto zum Parken noch einmal um einen Meter verkürzt werden. Dann seien drei von ihnen so lang wie ein herkömmlicher Pkw, erklärt William Lark, Wissenschaftler am Media Lab(öffnet im neuen Fenster) des Massachusetts Institute of Technology und einer der Entwickler des Autos.

Hiriko Citycar in Bewegung
Hiriko Citycar in Bewegung (02:15)

Das Falten habe noch einen weiteren Vorteil, erklärt Lark: Die Sitze würden angehoben, was das Ein- und Aussteigen durch die Tür, die wie bei der legendären Isetta(öffnet im neuen Fenster) in der Front sitzt, erleichtere. "Dadurch können Nutzer jeden Alters einfach und sicher auf den Bürgersteig gelangen", sagt er.

Auf der Stelle wenden

Hiriko ist nicht nur klein, sondern zudem auch noch sehr wendig: Alle vier Räder sind mit Radnabenmotoren angetrieben und lenkbar. Dadurch kann das Auto beispielsweise auf der Stelle wenden oder seitwärts in eine Parklücke bugsiert werden. Die vier Motoren beschleunigen das nicht einmal 500 kg schwere Auto in drei Sekunden auf 50 km/h. Schneller fährt der Cityflitzer nicht.

Als Energiespeicher dient ein Lithium-Ionen-Akku, der im Unterboden des Autos angebracht ist. So bleibe im rückwärtigen Teil Platz für das Gepäck der beiden Passagiere, so die Entwickler. Mit einer Akkuladung soll das Auto 120 km weit kommen. Danach muss es 12 Minuten an die Steckdose, um den Akku wieder zu laden.

Produktionsbeginn 2012

Im Jahr 2012 soll die Produktion des Hiriko Citycars anlaufen. Dann sollen auch Pilotprojekte in fünf Städten in aller Welt mit dem Fahrzeug beginnen.

Mit dem Aufkommen neuer Antriebsarten wird die automobile Monokultur der Gegenwart enden, hatte Holger Hanselka, Leiter des Fraunhofer-Instituts für Betriebsfestigkeit und Systemzuverlässigkeit (LBF) in Darmstadt und Vorstand des Forums Elektromobilität, im Winter im Interview mit Golem.de gesagt. Dadurch entstehen gerade für den Stadtverkehr Nischen für innovative Konzepte wie das Hiriko, das elektrisch betriebene Dreirad TW4XP oder den zum Zweisitzer weiterentwickelten Segway-Elektroroller.


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