VIA VL800: Erster Hostadapter für USB 3.0 mit vier Ports
Der VL800(öffnet im neuen Fenster) ist ein Controller für USB 3.0, der anders als der bisher am häufigsten eingesetzte µPD720200 von NEC(öffnet im neuen Fenster) vier statt zwei Ports bietet. Wie schnell diese gleichzeitig arbeiten können, gibt VIA bisher aber nicht an. Durch den gezeigten Prototypen ist nur zu erkennen, dass das Demo-Board als x1-Karte für PCI-Express-Slots ausgeführt ist. Insbesondere bei Intels aktuellen Chipsätzen der 5er-Serie lauert hier je nach Auslegung des Mainboards ein Flaschenhals bei den x1-Slots.
Weitere konkrete Angaben zur Hardware macht VIA noch nicht, insbesondere wäre auch die Leistungsaufnahme interessant – der Chiphersteller empfiehlt den Baustein immerhin auch für Notebooks. Zur Software sagte VIA, dass zum Marktstart Treiber für Windows XP, Vista und die Version 7 bereitstehen sollen, unter Linux sollen "verschiedene Kernel" unterstützt werden.
Auf der Computex 2010 will das Unternehmen mehr zu dem Baustein sagen. Er soll aber bereits in Musterstückzahlen ausgeliefert werden, erste Mainboards erwartet VIA in der zweiten Hälfte des Jahres 2010.
Neben VIA, das mit günstigen USB-Controllern schon in der Vergangenheit oft Platz auf Mainboards fand, arbeiten auch Texas Instruments und die Asus-Tochter ASMedia an eigenen Chips für USB 3.0. Derzeit ist NEC bei diesen Bausteinen unangefochtener Marktführer, andere Unternehmen wie Fresco Logic liefern ebenfalls schon entsprechende Bausteine aus. Einen Controller für vier Ports hat jedoch noch kein Unternehmen im Angebot, zudem sollen die neuen Chips für zwei Ports im Vergleich mit dem NEC-Controller besonders günstig werden.