iTunes: US-Wettbewerbshüter nehmen Apple unter die Lupe
Das US-Justizministerium (US-Department of Justice, DOJ) prüft, ob Apple mit seinem Onlinemusikshop iTunes das Wettbewerbsrecht verletzt hat. Das berichtet die New York Times(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf eingeweihte Quellen. Die Beamten wollen herausfinden, ob Apple seine marktbeherrschende Stellung beim Verkauf von digitaler Musik missbraucht hat.
Im März 2010 hatte das US-Branchenmagazin Billboard(öffnet im neuen Fenster) berichtet, dass Apple mit Druck auf Plattenfirmen eine Sonderverkaufsaktion des Konkurrenten Amazon habe verhindern wollen. Amazon wollte demnach Plattenfirmen dazu bringen, dem Onlinehändler Musikstücke einen Tag vor dem offiziellen Verkaufsstart exklusiv zur Verfügung zu stellen. Diese Titel sollten dann in die Aktion "MP3 Daily Deal" einbezogen werden.
Drohte Apple Plattenfirmen?
Apple soll die Plattenfirmen gewarnt haben, sich darauf einzulassen. Das Unternehmen habe gedroht, alle Musikstücke, die im "MP3 Daily Deal" auftauchten, selbst nicht zu bewerben.
DOJ-Mitarbeiter haben jetzt erste Gespräche mit Vertretern von großen Musikunternehmen und Onlinemusikhändlern über Apple Geschäftsgebaren und Preisgestaltung geführt. Dabei handelte es sich jedoch nicht um eine formale Untersuchungen. Das DOJ führt bei einem Anfangsverdacht routinemäßig solche informellen Befragungen durch, die nicht notwendigerweise zu einer formalen Untersuchung und einer Anzeige führen.
Apple beherrscht den Onlinemusikmarkt in den USA. Der Anteil des iTunes-Store liegt nach nach einer aktuellen Erhebung des Marktforschungsunternehmens NPD Group bei 70 Prozent. Amazon belegt Platz zwei, der Marktanteil liegt jedoch nur bei 12 Prozent.
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