Elektronikdiscounter

Onlinepreisvergleich bei Sonderangeboten unmöglich

Bei Saturn, Media Markt, Promarkt und Karstadt lassen sich die Sonderangebote über Preissuchmaschinen oft kaum vergleichen. Die Typenbezeichnungen in der Werbung sind unvollständig, haben unerklärlich viele Tippfehler - oder die Hersteller liefern die Geräte exklusiv an die Elektronikdiscounter aus.

Artikel veröffentlicht am ,
Elektronikdiscounter: Onlinepreisvergleich bei Sonderangeboten unmöglich

Die Sonderangebote der Elektronikdiscounter Saturn, Media Markt, Promarkt und der Kaufhauskette Karstadt lassen sich in Preissuchmaschinen oft nicht vergleichen. Das hat die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen herausgefunden, die dafür rund zwei Dutzend Werbebeilagen der Händler überprüft hat.

Bei 33 Geräten in den Toplistings war trotz des Einsatzes mehrerer Suchmaschinen kein Preisvergleich möglich. Entweder ergab die Eingabe keine Suchergebnisse oder es fanden sich nur wenige Onlineshops, die die beworbene Ware nicht kurzfristig liefern konnten. Erklärbar war das durch eine ungewöhnliche Häufung von Tippfehlern in der Typenbezeichnung der Geräte. So fehlten bei einem Philips-Fernseher Ziffern in der Typenbezeichnung. Fehler gab es auch bei den Angaben zu einem PC-Display von Acer. Bei einem Grundig 94 cm LCD-TV im Sonderangebot fehlten Angaben über Baureihe, Typenbezeichnung und Modell. Solche preislich nicht überprüfbare Reklame fand sich bei Karstadt und bei Promarkt.

"Nicht relevant"

"Typenangaben werden in unseren Prospekten nicht erwähnt, wenn sie aus unserer Sicht nicht relevant sind", sagte ein Promarkt-Sprecher den Verbraucherschützern.

Die Elektronikmärkte listen laut den Verbraucherschützern oft Produkte als Sonderangebote, die sie von den Herstellern exklusiv erhalten. Beispiele dafür waren eine Hoover-Waschmaschine bei Saturn, die noch zwei Monate nach Beginn des Sonderangebots nicht in Suchmaschinen auftauchte, obwohl sie als Neuheit beworben wurde, oder ein Navigationsgerät von Becker, das monatelang nur bei Saturn und Media Markt erhältlich gewesen sei.

Solche konkurrenzlosen Angebote wurden laut dem Test in zwei Drittel (21) aller Sonderaktionen groß herausgestellt. Als Begründung nannten Media Markt und Saturn "Geschäftsinterna". Der Promarkt erklärte den Verbraucherschützern, einige Modellvarianten - etwa bei Notebooks - würden eigens für die Elektromarktkette gefertigt oder konfiguriert und exklusiv verkauft.

Jedes zweite Technikangebot in dem Test kam bei der Konkurrenz erst später auf den Markt. Dazu gehörte ein Flip-Camcorder von der Cisco-Tochter Pure Digital. Ihn bot Media Markt erst fast exklusiv für 199 Euro an. Zehn Wochen später fanden sich über Preissuchmaschinen 58 Einträge. "Der Preis war um gut ein Drittel gefallen", so die Verbraucherschützer.

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ID51248 28. Mai 2010

Wieso das? Kaufland ist wie Lidl Teil der Schwarz Gruppe. Aus- und Umgliederungen sind...

Jupiter 28. Mai 2010

Wo tu ich das? Gar nicht. Aber es machen offensichtlich manche. Richtig. Wenn man...

Jupiter 28. Mai 2010

Da solltest Du nicht allein den Kunden die Schuld geben. Die großen Ketten bedienen...

Fido 27. Mai 2010

Ich habe es mit Ironie versucht, du wirst gleich aggressiv - okay. In Webshops gibt es...



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