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Von Core i5 bis Celeron: Sechs sparsame Dual-Cores für flache Notebooks von Intel

Knapp ein halbes Jahr nach den Standardmodellen liefert Intel nun schnellere ULV-Versionen der Prozessoren mit Arrandale-Kern aus. Bei nur 18 Watt TDP sollen sie in besonders flachen Rechnern Platz finden. Die schnellste CPU erreicht dabei bis zu 2,4 GHz. Das verspricht schnellere Subnotebooks.
/ Nico Ernst
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Intels Angabe für die TDP orientiert sich an den bei Notebookherstellern üblichen Schritten: 25 Watt gelten für einen Mobilrechner im Standardformat als typische Leistungsaufnahme des Prozessors. Schnellere CPUs erreichen auch Werte darüber, unter 20 Watt gilt eine Notebook-CPU schon als sparsam – die Atoms und besonders genügsame Ultra-Low-Voltage-Modelle (ULV) erreichen aber auch Werte unter 10 Watt.

Bisher gab es mit den im Januar 2010 vorgestellten Core-i-Prozessoren mit Arrandale-Kern nur drei Modelle mit einer TDP von 18 Watt. Das schnellste, Core i7-640UM, erreichte per Turbo-Boost zwischen 1,20 und 2,26 GHz. Sein Nachfolger, Core i7-660UM mit 1,33 bis 2,40 GHz ist nun nur etwas schneller – er kostet mit 305 US-Dollar OEM-Preis aber auch genau das gleiche.

Prozessor Basistakt max. Turbo-Takt Kerne / Threads L3-Cache TDP (Watt) OEM-Preis (US-Dollar)
Core i7-660UM 1,33 GHz 2,40 2 / 4 4 MByte 18 W 305 $
Core i5-540UM 1,20 GHz 2,00 2 / 4 3 MByte 18 W 241 $
Core i5-430UM 1,20 GHz 1,73 2 / 4 3 MByte 18 W a.A.
Core i3-330UM 1,20 GHz - 2 / 4 3 MByte 18 W a.A.
Pentium U5400 1,20 GHz - 2 / 2 3 MByte 18 W a.A.
Celeron U3400 1,06 GHz - 2 / 2 2 MByte 18 W 134 $

Spannender sind die kleineren Modelle, aus denen sich auch günstige und schnelle Rechner bauen lassen. Nur für zwei davon, Core i5-540UM und Celeron U3400, gibt Intel auch Preise von jeweils 241 und 134 US-Dollar an. Die anderen drei Modelle sind sogenannte "Off-Roadmap SKUs".

Damit bezeichnet Intel Prozessoren, die nicht längerfristig verfügbar sind und nur auf Bestellung von PC-Herstellern gefertigt werden. Der Preis richtet sich rein nach der Abnahmemenge, daher gibt es dafür hier auch keinen Richtwert. Zu erwarten ist jedoch, dass die neuen CPUs unter 200 US-Dollar kosten, was sich auch auf den Gerätepreis auswirkt.

Besonders interessant erscheint unter den Off-Roadmap-Prozessoren der Core i5-430UM, der zwischen 1,20 und 1,73 GHz taktet. Er ist in Intels unübersichtlichem Namensschema für die Core-i-Prozessoren aber besonders leicht mit dem Anfang 2010 vorgestellten Core i5-430M zu verwechseln. Dieser hat aber eine TDP von 35 Watt, und ist mit 2,26 bis 2,53 GHz wesentlich schneller.

Auch Celerons und Pentiums mit Dual-Core

Im Gegensatz zu früheren ULV-Prozessoren verbaut Intel bei den neuen Produkten stets zwei Kerne, was sich auf die vom Anwender wahrgenommene Geschwindigkeit in der Praxis deutlich auswirkt. Auch die sparsamen Pentiums – den Zusatz "Dual-Core" verwendet Intel hier schon lange nicht mehr – und Celerons besitzen nun zwei Kerne.

Allen neuen ULV-Prozessoren ist gemeinsam, dass sie über den integrierten Grafikkern "HD Graphics" verfügen, der aber nur für sehr einfache Spiele taugt. HD-Videos bis 1080p kann er jedoch problemlos dekodieren. Seinen Takt passt der Grafikkern je nach Belastung selbst an, er liegt zwischen 166 und 500 MHz. Diese Werte sind bei allen neuen ULV-CPUs identisch. Die Grafik sitzt zusammen mit dem Speichercontroller in einem eigenen Chip, der auf dem Package neben dem Die der CPU angebracht ist.

Welche Hersteller die neuen Prozessoren verbauen wollen, gab Intel noch nicht bekannt. Zu beachten ist bei der Wahl eines Notebooks aber nicht nur der Markenname des Prozessors, sondern auch dessen Ausstattung und der Chipsatz. So gibt es unter anderem auch mobile Core i7 mit vier Kernen, beim Core i3 hat Intel dagegen auch den Turbo-Boost gestrichen. Einen Überblick liefert der Abschnitt " Welcher Core-i kann was " in unserem Test der Arrandale-Prozessoren.


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