Amazon: Das Kindle wird kein iPad
Das Kindle wird nicht zu einem Multifunktionsgerät wie Apples iPad mutieren, sondern ein E-Book-Reader bleiben. Das stellte Amazon-Chef Jeff Bezos laut einem Bericht des Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) auf dem jährlichen Treffen mit den Anteilseignern des Unternehmens klar.
Attraktiv für Leser
In seiner zehnminütigen Ansprache sagte der Amazon-Chef, für das Unternehmen seien zwei Aspekte der E-Books wichtig: die Geräte und die Inhalte. Bei den Geräten konzentriere es sich auf das Kindle, das sich an "ernsthafte Leser" richte und für diese attraktiv sein solle. Allerdings musste Bezos zugeben, dass 90 Prozent der Haushalte nicht zu den ernsthaften Lesern zählen.

Spekulationen, das Gerät könnte bald einen Farbbildschirm bekommen , erteilte Bezos eine Absage. Das sei auf absehbare Zeit nicht der Fall. Zwar sei es kein Problem, das Kindle mit einem Flüssigkristallbildschirm auszustatten, doch ein Bildschirm mit E-Ink-Technik biete ein besseres Leseerlebnis.
An einem farbigem E-Ink-Display werde aber gearbeitet und er habe "schon einiges im Labor gesehen" , sagte Bezos. Bisher sei die Technik aber noch nicht serienreif. Deshalb werde es noch eine Weile dauern, bis das Kindle ein hochwertiges Farbdisplay bekommt.
Größte Auswahl und niedrigste Preise
Amazon werde sich in seinem E-Book-Shop darum bemühen, die größte Auswahl an digitalen Texten zum niedrigsten Preisen anzubieten. Der Onlinehändler misst dem Geschäft mit den digitalen Büchern große Bedeutung bei. Allerdings hat Bezos auch am gestrigen Dienstag nicht verraten, wie hoch die Einnahmen daraus sind. Auch die Abrufzahlen der Apps, mit denen Nutzern Amazons E-Books auf anderen Geräte lesen können, hält das Unternehmen unter Verschluss.
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