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VoltDB: Verteilte In-Memory-Datenbank als Open-Source vorgestellt

Mit VoltDB 1.0.01 haben die Entwickler um Postgres-Mitbegründer Mike Stonebraker eine neue quelloffene Datenbank vorgestellt. VoltDB hält Daten direkt im Speicher (In-Memory) und verteilt Daten und seine SQL-Engine auf mehrere CPUs in einem Server-Cluster.
/ Jörg Thoma
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Die relationale OLTP-Datenbank VoltDB(öffnet im neuen Fenster) hält ihre Daten im Speicher, um den Overhead durch Buffer-Management zu eliminieren. Zusätzlich verteilt VoltDB die Datenverarbeitung an mehrere CPUs, um die Gesamtleistung eines Server-Clusters komplett zu nutzen. VoltDB soll auch problemlos skalierbar sein, neue Server lassen sich in ein Cluster hinzufügen, ohne dass die Datenbank abgeschaltet werden muss. Dadurch soll die Leistung der Datenbank nahezu linear gesteigert werden können.

Gleichzeitig verspricht die Online-Transaction-Processing-Datenbank (OLTP) Transaktionssicherheit durch AKID-Eigenschaften (Atomarität, Konsistenz, Isoliertheit und Dauerhaftigkeit). Dank automatischer Replikation verzichtet VoltDB auf Logging, was den Overhead weiter reduzieren soll. Datenbank-Partitionen werden in einem eigenen Thread gehalten und arbeiten autonom, was Locking überflüssig machen soll. Die Datenbank richtet sich an Online-Werber und SaaS-Dienstleister (Software-als-ein-Service) sowie Spieleentwicker oder Finanzdienstleister.

Die Datenbank ist unter der GPL erschienen. Eine kostenlose quelloffene Community Edition steht auf den VoltDB-Servern zum Download zur Verfügung(öffnet im neuen Fenster) . VoltDB läuft mit Mac OS X 10.5 und 10.6 sowie auf Linux mit Java 6. Die Entwickler empfehlen CentOS 5 und Ubuntu 8.04 als Server-Systeme. Die kostenpflichtige Variante kann abonniert(öffnet im neuen Fenster) werden und bietet unter anderem Support und Zertifizierungen. Ein Cluster mit 4 Nodes kostet jährlich 15.000 US-Dollar.


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