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Microsoft: Steve Ballmer schickt glücklosen Unterhaltungschef in Rente

Das Geschäft mit der Xbox war ein Erfolg, aber mit Windows Mobile und dem Musikabspielgerät Zune hinkt Microsoft der Konkurrenz hinterher. Jetzt muss Unterhaltungschef Robbie Bach gehen. Steve Ballmer will sich selbst um die Entertainment & Devices Division kümmern.
/ Peter Steinlechner
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Robbie Bach, Microsoft
Robbie Bach, Microsoft

Microsoft kündigt an, dass Robbie Bach (48) das Unternehmen im Herbst nach 22 Jahren verlässt und sich zur Ruhe setzt. Bach führte als Chef der Entertainment & Devices Division den Geschäftsbereich, in dem lange Jahre Xbox, Xbox 360 und sonstige Aktivitäten im Spielemarkt im Mittelpunkt standen. Auch die Smartphone-Plattform Windows Mobile und der Musikplayer Zune gehören zum Portfolio – beide sind im Vergleich zu den Konkurrenzprodukten beispielsweise von Apple und Google wenig erfolgreich. Entertainment & Devices trägt rund elf Prozent zum Gesamtumsatz von Microsoft bei.

Microsoft zeigt Windows Phone 7 auf der Mix 2010
Microsoft zeigt Windows Phone 7 auf der Mix 2010 (18:28)

Bach wird vorerst nicht ersetzt. Stattdessen kümmert Don Mattick weiterhin als Chef des Interactive Entertainment Business um die Spieleaktivitäten, darunter die für Ende 2010 erwartete Markteinführung der Xbox-Bewegungssteuerung Project Natal . Sein Kollege Andy Lees bleibt zuständig für das Mobile Communications Business und kümmert sich dabei vor allem um das für Ende 2010 erwartete Betriebssystem Windows Phone 7 . Beide berichten ab dem 1. Juli 2010 direkt an Steve Ballmer. Der hatte bereits zu früher die Kontrolle über zentrale Geschäftsbereiche übernommen und dabei durchaus Erfolge vorzuweisen, etwa bei Windows 7 oder der Suchmaschine Bing.

Project Natal – Trailer von der CES 2010
Project Natal – Trailer von der CES 2010 (02:51)

Auch J Allard wird das Unternehmen verlassen. Er gilt als einer der Väter der Xbox, zuletzt war er Senior Vice President Chef der Abteilung "Design and Development" innerhalb der Unterhaltungssparte. Gerüchten amerikanischer Medien zufolge geht er, weil Microsoft sein letztes Projekt, den iPad-Konkurrenten Courier , gestoppt hat. Er wird dem Unternehmen als Berater verbunden bleiben.


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