Abo
  • IT-Karriere:

Eyephone

Klicken durch Zwinkern

Eyephone heißt eine von US-Wissenschaftlern entwickelte Software, mit der sich ein Smartphone berührungslos bedienen lässt: Die Software erfasst die Augenbewegungen des Nutzers und übersetzt sie in Mausbewegungen und Klicks.

Artikel veröffentlicht am ,
Eyephone: Klicken durch Zwinkern

Eine Gruppe von Forschern des Dartmouth College in Hanover im US-Bundesstaat New Hampshire hat ein berührungsloses System zu Bedienung von Smartphones entwickelt: Die Geräte sollen ihren Besitzern künftig die Wünsche von den Augen ablesen. Eyephone haben die Wissenschaftler um Andrew Campbell das System genannt.

Zwinkern statt Klicken

Stellenmarkt
  1. Vodafone GmbH, Düsseldorf
  2. HRG Hotels GmbH, Berlin

Sie haben Eyephone auf Nokias Internet Tablet N810 getestet: Die Kamera auf der Vorderseite nimmt die Augenbewegungen des Nutzers auf und übersetzt sie in Mausbewegungen auf dem Display. Der Mausklick erfolgt durch Zwinkern mit dem Auge.

Um das System nutzen zu können, muss Eyephone zunächst auf den Nutzer angepasst werden: Das System fordert ihn auf, sein rechtes Auge auf neun verschiedene Stellen auf dem Bildschirm zu richten - vergleichbar etwa mit dem Kalibrieren eines Touchscreens. Diese Übungen muss der Nutzer in verschiedenen Entfernungen vom Gerät sowie unter verschiedenen Lichtverhältnissen wiederholen.

Neun Schaltflächen

Entsprechend der Augenpositionen ist der Bildschirm für die Testanwendung Eyemenue in eine Matrix aus drei mal drei Feldern geteilt. Über die Augenbewegungen kann der Nutzer so verschiedene Funktionen des Gerätes aktivieren, etwa ein Gespräch annehmen oder beenden, im Web surfen oder eine E-Mail schreiben. Erkennt das System, welche Schaltfläche der Nutzer anschaut, wird diese markiert. Kneift er dann das rechte Auge zu, wird sie angeklickt.

  • Das Menü auf dem Bildschirm des Smartphones (Foto: Dartmouth College)
  • Kalibrieren von Eyephone (Foto: Dartmouth College)
Das Menü auf dem Bildschirm des Smartphones (Foto: Dartmouth College)

Neben der berührungslosen Bedienung des Smartphone sehen die Wissenschaftler eine weitere Anwendung für Eyephone: Die Software könne als Sicherheitssystem für Autofahrer eingesetzt werden. Sie soll an der Augenstellung des Fahrers erkennen, ob er auf die Straße schaut, abgelenkt ist oder gar einschläft. Es sei einfacher, das Smartphone dafür nutzen, das ohnehin auf dem Armaturenbrett festgeklemmt wird, als spezielle Kameras und Sensoren dafür im Auto zu installieren, so die Wissenschaftler.

Neun Schaltflächen

Damit die Software die Augenbewegungen erkennen kann, muss der Nutzer gerade in die Kamera schauen. Entsprechend waren die Testergebnisse schlechter, wenn sich der Nutzer in Bewegung befand: Hier lag die Genauigkeit bei 60 Prozent. Stand der Anwender indes still, stieg der Trefferquote auf rund 75 Prozent.

Campbell und seine Kollegen wollen Eyephone auf der Konferenz "Mobiheld 2010 - The Second ACM Sigcomm Workshop on Networking, Systems, and Applications on Mobile Handhelds" vorstellen. Die Konferenz, die von der Informatikerorganisation ACM veranstaltet wird, findet Ende August in der indischen Hauptstadt Neu-Delhi statt.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Sandisk 512-GB-SSD für 55,00€, WD Elements Exclusive Edition 2 TB für 59,00€ und Abend...
  2. 31,99€
  3. 139,00€ (Bestpreis!)

reglos 26. Mai 2010

Seine Blinzelfrequenz bei öffentlichen Auftritten dürfte schwer zu überbieten sein. Btw...

Denkstörung 26. Mai 2010

Wieso geschmacklos? Die anwendung eignet sich m.E. optimal dafür. Ist wahrscheinlich für...

mac in bush 26. Mai 2010

Bitte was??

Bernd Lauert 26. Mai 2010

Weil sie es können

mac in bush 26. Mai 2010

Es ist einfach Erschreckend, was für ein Deutsch die Leute heute sprechen... Vor Allem...


Folgen Sie uns
       


Acer Predator Helios 700 - Hands on (Ifa 2019)

Was für ein skurriles Gerät: Golem.de schaut sich das Gaming-Notebook Predator Triton 700 von Acer an und probiert die Schiebetastatur aus.

Acer Predator Helios 700 - Hands on (Ifa 2019) Video aufrufen
Garmin Fenix 6 im Test: Laufzeitmonster mit Sonne im Herzen
Garmin Fenix 6 im Test
Laufzeitmonster mit Sonne im Herzen

Bis zu 24 Tage Akkulaufzeit, im Spezialmodus sogar bis zu 120 Tage: Garmin setzt bei seiner Sport- und Smartwatchserie Fenix 6 konsequent auf Akku-Ausdauer. Beim Ausprobieren haben uns neben einem System zur Stromgewinnung auch neue Energiesparoptionen interessiert.
Ein Test von Peter Steinlechner

  1. Fenix 6 Garmins Premium-Wearable hat ein Pairing-Problem
  2. Wearable Garmin Fenix 6 bekommt Solarstrom

Recruiting: Wenn das eigene Wachstum zur Herausforderung wird
Recruiting
Wenn das eigene Wachstum zur Herausforderung wird

Gerade im IT-Bereich können Unternehmen sehr schnell wachsen. Dabei können der Fachkräftemangel und das schnelle Onboarding von neuen Mitarbeitern zum Problem werden. Wir haben uns bei kleinen Startups und Großkonzernen umgehört, wie sie in so einer Situation mit den Herausforderungen umgehen.
Von Robert Meyer

  1. Recruiting Alle Einstellungsprozesse sind fehlerhaft
  2. LoL Was ein E-Sport-Trainer können muss
  3. IT-Arbeit Was fürs Auge

Elektrautos auf der IAA: Die Gezeigtwagen-Messe
Elektrautos auf der IAA
Die Gezeigtwagen-Messe

IAA 2019 Viele klassische Hersteller fehlen bei der IAA oder zeigen Autos, die man längst gesehen hat. Bei den Elektroautos bekommen alltagstaugliche Modelle wie VW ID.3, Opel Corsa E und Honda E viel Aufmerksamkeit.
Ein Bericht von Dirk Kunde

  1. Elektromobilität Stromwirtschaft will keine Million öffentlicher Ladesäulen
  2. Umfrage Kunden fühlen sich vor Elektroautokauf schlecht beraten
  3. Batterieprobleme Auslieferung des e.Go verzögert sich

    •  /