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Weitere Suizide beim Auftragshersteller

Die Serie von Selbsttötungen beim weltgrößten Elektronikauftragshersteller Foxconn Electronics nimmt kein Ende. Das letzte Opfer war der 19-jährige Arbeiter Li Hai, der erst seit 42 Tagen in dem Werk beschäftigt war.

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Foxconn: Weitere Suizide beim Auftragshersteller

Der 19-Jährige stürzte am Morgen des 25. Mai 2010 um 06:30 Uhr aus dem Fenster eines Firmengebäudes. Sein Tod wurde von dem Shenzhen Public Security Bureau gemeldet. Die Zahl der Suizide bei Foxconn Electronics ist damit in diesem Jahr auf acht gestiegen, dazu kommen zwei versuchte Selbsttötungen. Alle zehn Opfer waren Arbeiter in den Foxconn-Fabriken in Shenzhen.

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In Hongkong gab es heute Proteste vor Foxconn-Büros durch die Hong Kong Confederation of Trade Unions. Die Vorwürfe lauteten: "Foxconn hat kein Gewissen" und "Selbstmorde sind kein Zufall". Die Schichten bei Foxconn seien unerträglich lang, die Arbeitsgeschwindigkeit beim Akkord sehr hoch, die Arbeitsorganisation militaristisch und die Löhne reichten ohne Überstunden meist nicht zum Leben.

Im Januar 2010 war der Foxconn-Arbeiter Ma Xiangqian tot bei einer Treppe eines Schlafsaales der Fabrik gefunden worden. Lokale Zeitungen hatten berichtet, dass der 19-Jährige, nachdem er in der Fabrik bei der Arbeit elektronische Teile beschädigt hatte, zur Strafe zum Toilettenreinigen eingesetzt worden sei. Die staatliche Gewerkschaft bezeichnet die Darstellung jedoch als falsch.

Firmengründer Terry Gou sagte: "Wir betreiben mit Sicherheit keinen Sweatshop. Wir sind zuversichtlich, dass wir in der Lage sind, die Situation bald zu stabilisieren." Ein Team von 800.000 Produktionsarbeitern sei sehr schwer zu führen, sagte er. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO aus dem Jahr 2004 hat China eine Suizidrate von 16,9 von 100.000 Menschen.

Foxconn (Hon Hai Precision Industry) ist der weltgrößte Auftragshersteller für Elektronik mit 800.000 Beschäftigten, die meisten davon in China. Einer der Auftraggeber Foxconns ist Apple, Foxconn produziert für Intel Motherboards, Notebooks für Hewlett-Packard und Dell, die Playstation für Sony, die Wii für Nintendo, die Xbox 360 für Microsoft und den Kindle für Amazon.



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marce 01. Jun 2010

Na, mit Zahlen scheint es der liebe "asa" wohl ja eh nicht so genau zu nehmen: An...

Overlord 26. Mai 2010

Obwohl das Problem nicht unbedingt bei den Konsumenten liegt. Natürlich würde man etwas...

Maris_Mortis 26. Mai 2010

auch von mir, sehr guter Post

Maris_Mortis 26. Mai 2010

wen juckt es denn, wenn die "Sklaven" den Freitod wählen? Die Hauptsache ist doch, dass...

VS2k10 26. Mai 2010

Da die Leute bereit sind den Preis zu zahlen, den Apple für seine Produkte verlangt. Vor...


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