Zum Hauptinhalt Zur Navigation

E-Book-Reader: Pandigital bringt ein Lesegerät mit Farbdisplay heraus

Ein Konkurrent für E-Book-Reader oder für das iPad ? Das US-Unternehmen Pandigital wird in Kürze einen vielseitigen E-Book-Reader auf den Markt bringen, der über einen Farbbildschirm mit einer Diagonalen von knapp 18 Zentimetern verfügt.
/ Werner Pluta
15 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)

Fotobücher, Hochglanzzeitschriften, Bilder – all das sah bisher auf E-Book-Readern nicht so gut aus. Das soll sich ändern: Pandigital hat ein Lesegerät mit einem Farbdisplay angekündigt. Das US-Unternehmen ist bisher als Hersteller von digitalen Bilderrahmen bekannt. Wie diese hat auch der E-Book-Reader Novel(öffnet im neuen Fenster) einen Flüssigkristallbildschirm (Liquid Crystal Display, LCD).

7-Zoll-Farbbildschirm

Der Bildschirm hat eine Diagonale von 7 Zoll (rund 18 Zentimeter) und ist damit größer als bei den meisten anderen Lesegeräten. Die Auflösung beträgt 800 x 600 Pixel. Das Gerät selbst ist etwa 14 x 20 Zentimeter groß und knapp 1,3 Zentimeter dick. Es wiegt rund 453 Gramm.

Als interner Speicher für Lesestoff, Bilder, Videos und Musik steht 1 GByte zur Verfügung. Der Speicher kann über eine SD- oder MMC-Speicherkarte auf bis zu 32 GByte erweitert werden. Die Bücher, die in den Formaten PDF, ePub und HTML vorliegen können, können zudem über eine USB-Schnittstelle oder drahtlos per WLAN auf das Gerät transferiert werden. Der Prozessor ist ein ARM 11 Mobile. Als Betriebssystem kommt Android zum Einsatz.

E-Book-Reader oder Tablet?

Das LCD macht den Novel vielseitiger als andere E-Book-Reader: So können Nutzer mit dem Gerät nicht nur E-Books lesen, Musik hören und Bilder betrachten, sondern auch Videos anschauen, spielen und im Internet surfen. Damit ist Pandigitals Novel eher eine Konkurrenz für das iPad als für Kindle , den Sony Reader oder das Cybook .

Auch äußerlich ähnelt der Novel eher einem Tablet als einem E-Book-Reader: Das Gerät verfügt nicht über Bedienelemente wie Knöpfe oder Vierwegekreuz. Sämtliche Eingaben erfolgen über den Touchscreen. Das gilt für das Blättern in Büchern ebenso wie für das Schreiben von E-Mails über eine virtuelle Tastatur, für den Kalender oder das Stellen des integrierten Weckers.

Stunden statt Tage

Das hat allerdings auch einen Preis: Der Nachteil des Flüssigkristallbildschirms mit Hintergrundbeleuchtung ist, dass er mehr Energie verbraucht. Das zeigt sich in der Akkulaufzeit: Sechs Stunden soll der Leser das Gerät nutzen können, bevor es wieder an die Steckdose muss. Ein E-Book-Reader mit einem E-Ink-Display, das ohne Beleuchtung auskommt, hält hingegen mehrere Tage durch.

Das Gerät soll in den USA im Juni auf den Markt kommen. Es wird über die US-Buchhandelskette Barnes & Noble vertrieben und soll 200 US-Dollar kosten. Entsprechend bekommen die Nutzer auch einen Zugang zu deren Onlinebuchladen . Ganz kann der Novel seine Herkunft übrigens nicht verleugnen: Pandigital liefert das Gerät mit einem Standfuß aus, der aus dem mobilen Gerät einen digitalen Bilderrahmen macht.


Relevante Themen